Druckschrift 
7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

46

Vierzehntes Kapitel.

1. Gleichwohl entstehen auch einige aus dem Schlamm undSande °), sogar von denjenigen Arten, welche aus Paarung und ausEiern hervorgehen, sowohl in andern Sümpfen, als auch in dem, wel-cher, wie man erzählt, einst bei Knidos war; dieser trocknete zwarin den Hundstagen aus und sämmtlicher Schlamm wurde herausge-nommen ch; allein mit den nächsten Regengüssen sammelte sich wiederfrisches Wasser au; in diesem zeigten sich mit dem Erscheinen des Wasserskleine Fischlein, Es war dies aber eine Art Kestreus, welche nie durchPaarung entsteht, an Größe kleinen MänidienH gleich; keines vonihnen hatte Eier noch Samen. Auch in Flüssen Asiens, welche nichtrn's Meer münden, entstehen andere kleine Fischlein von der Größe derHcpseten ö), in gleicher Weise wie jene. Manche behaupten auch, daß

*) Nämlich durch gsnsratio as<inivooa was natürlich Fabel ist.

2) rr^tck '05 Stadt an der Westküste Kariens; jetzt Gnido im SandschakMuntescha.

Aubert-Wimmer wollen emendiren; allein der

Schlamm mußte doch beseitigt sein, damit die Einrede nicht aufkommen konnte, dieFische seien im Schlamm versteckt zurückgeblieben.

ek. bist. an. VI, 16, 3; VIII, 29, 2: IX, 3, 1;^.tlrsn. vsixu. VII, 92. Wir erfahren, daß es kleine, im December laichende,brutreiche Meerfische sind, die gesellig leben, zur Tragezeit trefflich schmecken, wäh-rend die um diese Zeit ihre Farbe wechselnden Männchen schlecht schmecken undBöcke heißen. Bei Dioscorid. (mat. msä. II, 31), Plin. (Inst. uat. XXXII, 28,31 und 45) und Galen (äs simxl. msä. kao. HI) erfahren wir ferner, daß sievielerlei medizinische Anwendung fanden; da auch Martial (XI, 31; XII, 32:kuisss gsrrss aut inutllss masuas, oäor LmpuäLcus direi katsdatur) ihrer gedenkt,so müssen es wohl allgemein bekannte Fische gewesen sein. Paul Jovius (I. o.e. 2 4. p. 92) bemerkt, daß sie zu seiner Zeit msuulao hießen und den xsreasxslaxieas glichen. Rändelet bildet (I, p. 139) den Schnauzenbrassen oder Laxier-fisch (Llasna vulgaris 6 uv.) als der Alten ab und erwähnt, daß er noch

zu Rom msuula, zu Marseille msuäols und oagarsl hieß. Er ist höchstens 7"lang und wegen seines schlechten Geschmacks verachtet. Nach Martens (Reise II,S. 423) ist daher msuäola in Venedig ein Schimpfname geworden; in Griechen-land heißt dieser Fisch noch jetzt Die Tradition läßt sich also ziem-

lich genau verfolgen und bestätigt die Richtigkeit ber Bestimmung.

2) ck. ^.tlion. vsipu. VH, 59 sg., nach Dorion allerlei kleine

Kochfische, die wegen ihrer Kleinheit nicht weiter sortirt wurden, selbst kleine Dinten-fische und Karkinen eingeschloffen. Auch die nach dem Abfließen des Nllwaffers