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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
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lich trockener Koth sich findet, da entwickeln sie sich^); die Wanzen hin-gegen entstehen ans der von den Thieren znsammenrinnenden Feuch-tigkeit 6), die Läuse aber ans dem Fleische. Wenn sie sich bilden wol-len, so bildet sich etwas wie kleine Bläschen, welche keinen Eiter ent-halten; wenn man diese aussticht, so kommen Läuse heraus^). Beimanchen Menschen kommt dies als Krankheit b) vor, wenn viel Feuch-tigkeit im Körper vorhanden ist, und manche gingen sogar in dieserWeise zu Grunde, wie man dies vom Dichter Mkmon nnd dem

Noch heute ist es Volksglaube, daß Flöhe tu mit Har» getränkte» Säge-svänen sich von selbst entwickeln natürlich, sobald Flöhe ihre Eier hineinlegen.

6) Die Bettwanze legt ihre Eier in Nitzen der Bettstellen , Möbel, Wände,unter Tapeten u. dgl.

Fabel, die noch heut beim Volke Geltung hat. Man hat ihr eine fak-tische Grundlage zu unterbreiten gesucht. Die betreffenden Läuse sollten Krätzmil-ben sein. Unmöglich wäre, es nicht, daß man schon zu Aristoteles Zeiten die Krätz-milben kannte, da sie recht wohl mit bloßen Augen als Thiere zu erkennen sindund schon der arabische Arzt Avenzoar (f 1180) die Thierchen kannte, undnach Oosmos Donomo's Bericht von Franz Redi (1682) in Livorno bereitsJedermann die Thierchen auszugraben verstand. Allein an der Krätze stirbt Nie-mand und die mit der Krätze wohl vertrauten Alten haben nirgends dieser Thier-chen bei ihren Mittheilungen über die Krätze gedacht. Auch die Deutung auf är-ssvs porsicvs, die sog. giftige Wanze von Miana, eine Zeckenart, die selbst tödt-lich verlaufende Krankheiten durch ihre Stiche veranlaßt und, wie Kotzebue in seinerNeise durch Persien mittheilt, aus ganzen Dörfern die Einwohner vertrieben,ist haltlos, denn diese wanzenähnlichen Thiere leben in Mauerritzen, welche sie nurNachts, wie die Wanzen, zum Blutsaugen verlassen. Da sie drei Linien lang sind,so ist nicht anzunehmen, daß man sie mit Läusen verwechselte und sie aus Haut-bläschen habe Hervorkommen lassen.

8) Eine besondere Krankheit, Läusesucht, ?Ltllirirr.si8 , wie sie hier und vonSpätern beschrieben wird, existirt nicht, auch keine besondere dies sabulose Leidenverursachende Laus (?1lt1>irius tabsscontium), obgleich diese Alt beschrieben undabgebildet hat (Ho plitbiriasi Lonu 1824, 4). Bis jetzt ist kein Fall be-

obachtet, der einer Kritik Stand hielte. (Die älteren angeblichen Fälle von ?üt1ii-riasis stellte Frank in seiner visssrtatio äo plitlüriasi, Keiäsid. 1675, neuereDoutsok in der Preuß. Vereinszeitung XIX, 52 zusammen.)

2) Alkmon, griechischer Dichter, Vater der erotisch-melischen Dichtkunst, ausSardes, lebte 670 640 v. Ehr. zu Svarta. Fragmente seiner Dichtungensammelte Schneidewin (vslset. post. slsx. xraoo. Oöit. 1838) und Hsrxic(?ost. I^rio. xrase.. Leipzig 18 43).