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diesen ist reich an Milch, noch läßt sich aus dieser Käse bereiten.6. Es machen aber Feigensaft und Lab die Milch gerinnen. DerSaft wird nämlich in Wolle ausgepreßt, sodauu wäscht man dieWolle wieder in einem Wenig Milch aus, diese hinzugcmischt be-wirkt nämlich das Gerinnen. Lab aber ist Milch?); es findetsich nämlich in dem Magen noch säugender Thierc, Lab wird aberdie Milch, weil sie Feuer in sich hat und es entsteht aus derdurch die Wärme des Thieres gekochten Milch. Lab haben alleWiederkäuer, unter den gleichmäßig gezahnten aber nur der Hase.Das Lab ist aber besser, wenn es älter ist, solches- hilft nämlicham meisten gegen Durchfall, wie auch das des Hasen. Das besteLab ist indeß das des Hirschkalbes. 7. Ob man von den Thieren,welche Milch haben, mehr oder weniger Milch gewinnt, das hängtvon der Körpergröße und von der Verschiedenheit des Futters ab;so sind zwar in Phasis^) kleine Kühlem, doch gibt jedes vieleMilch, die großen Epirotischen Kühe aber liefern jede an-derthalb Amphoren Milch aus ihren beiden Entern; der Melkendesteht dabei aufrecht und bückt sich nur wenig, weil er sitzend nichtzukommeu könnte. Es sind aber mit Ausnahme des Esels auchdie übrigen Vierfüßler in Epirns groß, am größten jedoch dieStiere und Hunde. Die großen bedürfen freilich mehr Futter,allein das Land hat fette Weiden in Menge und für jede Jahres-zeit geeignete Plätze. Die größten Stiere und Schafe sind diesogenannten Phrrhischen, welche diesen Beinamen vom KönigPyrrhus >") erhielten. Was das Futter betrifft, so vertreibteiniges die Milch, wie das Mcdische Kraut ^), zumal bei denWiederkäuern; anderes dagegen bringt viel Milch, wie der Kyti-
') Bergl. Theile der Thierc S. 114, Anm. I.
8) Phasis, Stadt und Fluß (jetzt Rioni).d) Epirus, jetzt Sandschars Janina und Deloina.
*0) PyrrhuS, König von Epirus, als Viehzüchter im Alterthum berühmt (?1in.ü. n. VIII. 70, 1).
H) Trott oder lek. vloseoriä. II, 176, 1; ILeoxLr. Iiist.
plant, vm, 7 ; Cölumella (II, 11) (moäioa lisrda) stammte aus Medien (Ltrabo 11;kUn. XVIII, 16)) ist LlsäLoago satina, die Luzerne, welche freilich die von Aristotelesund sonst von keinem der alten Schriftsteller genannte Eigenschaft nicht besitzt.