gemeinsam; auch ist es nicht erworben, sondern kommt allen zu,so lange sie nicht verdorben sind. Alles Blut befindet sich aberin einem Behälter, in den sogenannten Adern, und sonst in kei-nem andern Theile, außer allein im Herzen. Das Blut zeigtberührt bei keinem Thiere Empfindung, so wenig wie die Aus-scheidung des Unterleibes; auch zeigt weder das Hirn noch dasMark bei der Berührung Empfindung 2 ). Wo man auch immerdas Fleisch eines lebenden Thieres zertrennen mag, da dringtBlut hervor, wenn' das Fleisch nicht etwa verdorben ist. Das' Blut hat, wenn es gesund ist, naturgemäß einen süßen Geschmack. und eine rothe Farbe; das von Natur oder durch Krankheits schlechte aber eine dunklere. Das weder zu dicke noch zu dünneist das beste, wenn es nicht von Natur oder durch Krankheitschlecht ist. 2. Ferner ist es innerhalb des Thieres stets flüssigund warm, herausgetreten aber gerinnt es draußen bei allen,außer beim Hirsch und Pror und was sonst noch eine ähnlicheNatur hat; alles andere Blut dagegen gerinnt, wenn nicht die! Fasern daraus entfernt werden. Am schnellsten von allen gerinnt! das Blut des Stieres. Unter den rothblütigen Thieren sinddie, welche so gut in sich wie nach außen lebendige Junge erzeu-. gen, blutreicher, als die blutführenden Eierleger. Die, welche sich! von Natur oder durch Gesundheit Wohl befinden, haben weder soi viel Blut, als die, welche kürzlich Trank zu sich nahmen, noch so! wenig, als die sehr fetten; denn die fetten Thiere haben zwarreines, aber wenig Blut und die fetter gewordenen werden blut-armer; das Fett ist nämlich blutleer. Auch verweset das Fettnichts, während das Blut und die bluthaltigen Theile sehr schnellverwesen, namentlich die um die Knochen herum. 3. Es hataber der Mensch das dünnste und reinste Blut, das dickste unddunkelste unter den lebendiggebärenden der Stier und der Esel.Auch ist das Blut in den unteren Theilen dicker und dunkler, alsin den obern °). Das Blut klopft bei allen Thieren in den
2) Bergl. Theile der Thiere S. 40, Anm. 4.
E Bergl. Theile der Thiere II, 4, S. 33.
I D. h. schwerer als Fleisch.
I Ist philosophische Fiction.
Aristoteles. Not. d. Thiere. I.
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