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Die Dichtigkeit, Feinheit und Länge der Haare wechselt nach derKörperstelle, ans welcher sie wachsen, wie je nach der Beschaffenheitder Haut; auf den dickem Hantstellen sind nämlich zumeist dieHaare härter und dicker, an inehr vertieften und feuchtem Stellenaber dichter und länger, wenn diese überhaupt von der Art sind,daß sie Haare tragen. 2. Gerade so verhält es sich auch mitden Schuppen und Schildern. Die Thiere nun, welche weiches^ Haar haben, erhalten bei gutem Futter härteres, diejenigen aber,welche hartes Haar haben, weicheres und spärlicheres. Sie unter-scheiden sich auch nach der großem Wärme oder Kälte des Auf-enthaltsorts, wie denn das Haar des Menschen in warmen Ge-s gendcn hart, in kalten dagegen weich erscheint. Es ist ferner auchschlichtes Haar weich, krauses dagegen hart. 3. Die Haare sindvon Natur schncidbar, durch ein Mehr oder Weniger unterscheidensie sich aber von einander. Einige erreichen allmälig eine solcheHärte, daß sic nicht mehr Haaren, sondern Stacheln gleichen,z. B. die der Landigel. Aehnlich verhält es sich mit den Krallen,denn auch die Beschaffenheit der Krallen ist bei einigen Thicrcnin nichts von der Härte der Knochen verschieden. 4. Der Menschhat unter allen im Verhältniß zu seiner Größe die zarteste Haut.In jeder Haut befindet sich aber ein schleimiges, zähes Wesen,
! bei einem weniger, beim andern mehr, wie in den Ochsenhäuten,woraus man den Leim bereitet; manchmal macht man aber auchvon Fischen Leim. Die Haut ist beim Schneiden für sich un-empfindlich 5), besonders ist sie dies aber am Kopfe, weil hier derRaum zwischen ihr und dem Knochen am fleischlosesten ist. Wodie Haut für sich allein vorhanden ist, da heilt sie nicht wiederzusammen, wenn sie zerschnitten wird, wie der dünne Theil derBacke, die Vorhaut und das Augenlids. Die Haut bildet beiallen Thicrcn ein zusammenhängendes Ganze und ist an den na-türlichen Auswnrfsöffnungcn sowie am Mund und den Nägelnunterbrochen. Eine Haut haben also alle Blut führende Thiere,
5) Das die Empfindung Vermittelnde ist dem Aristoteles nämlich das Fleischlvergl. Theile der Thiere S. 45, Anm. 3). Wie er sich das Verhältniß der Haut zumFleische denkt, darüber vergl. besonders cko »nima NI, I I.
ö) Vergl. lio Part. II, 13; Theile der Thiere S. 57, Anm. 3.