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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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die ganze Lunge ist offenbar voll von Blut. 5. Ueber den vonder Luftröhre ausgehenden Röhren befinden sich die Gänge derAder. Die nach dem Halswirbel und dem Rückgrat tretendeAder dagegen verläuft wieder längs des Rückgrats '§). AuchHomer gedenkt ihrer in seinen Gedichten, wenn er singt' ?):

und hieb ihm die Ader in Stücke,

Welche den Rücken entlang gerade zum Nacken emporsteigt.

Von dieser treten kleine Adern zu jeder Nippe und zu jedemWirbel "); bei dem über den Nieren gelegenen Wirbel aberspaltet sie sich in zwei Aeste^"). Diese von der Hohlader kom-menden Theile spalten sich sonach in dieser Weise. 6. Oberhalbdieser spaltet sich die ans dem Herzen entspringende wieder ganzin zwei Richtungen. Einige treten nämlich nach den Seiten-')und Schlüsselbeinen^) und erstrecken sich sodann durch die Ach-

15) Den Verästelungen der Lungenarterie und Lungenvenen.

t6) Die VMM aoz-gos; ck. Anm. 18.

II. XIII, S4S547. Den Scholiasten und späteren Kommentatoren desHomer scheint diese Stelle des Aristoteles unbekannt geblieben zu sein, wenigstens stim-men sie mit Aristoteles im Eommentiren dieser Stelle des Homer nicht überein, da sicdie von Homer bezeichnete Ader als die voua cava oder auouxma oder (Harleß: Ge-schichte der Physiologie des Bluts im Alterthum in Sprengeles Beiträgen zur Geschichteder Medicin I, 3, S. 176) als Aorta deuten. Daß die Stelle aus Homer wegen derhöchst ungenauen Angabe gar keine sichere Deutung zuläßt, ist wohl von selbst einleuchtend.

Diese Angaben beweisen entschieden, daß hier nicht von der voua cava oderavoupma, sondern von der voua arxgos die Rede ist. In diese treten nämlich wirklich(nicht in cava und auouxma) Intercostalvenen ei», und zwar beim Mensche» aus dem4Ilten rechten und aus dem 46teu linken Jutcrcostalraum, bei den Thieren ver-schieden, z. B. beim Pferde die 14 Hinteren Intercostalvenen rechts, dis 4.13. links.Andere senken sich zudem in die bomiarxgoa ein, die Aristoteles als einen Zweig derae^gos beschreibt (ck. Anm.).

") Wurzeln der Intercostalvenen, sodann der luwbalis aäscsuäous, welche indie arzzxos mündet.

20) Die arxgos und bomiarpgos (links gelegen); vor dem 78ten Brustwirbelsenkt sich die bomiarxsoa in die arxgos ein; die Theilung wäre also für den Menschenetwas zu hoch angegeben, da die Nieren am 13ten Lendenwirbel liegen. Bei denThieren finden darin mancherlei Verschiedenheiten statt; beim Pferde senkt sich diebemiarz-gos z. B. am 12ten Brustwirbel in die arvgos ein.

Die voua scapularis, iutoroostalis prima, mammaria iutorua.

22) Die vsua subclavia.