Drittes Auch.
Erstes Kapitel.
1. Von den übrigen innern Theilcn wären nunmehr ihreZahl und Beschaffenheit, sowie die Verschiedenheiten, welche sieunter einander zeigen, besprochen worden; cs erübrigt aber noch,von den der Fortpflanzung dienenden Theilen zu reden. Dieseliegen nämlich bei sämmtlichen Weibchen im Innern, die derMännchen zeigen freilich mancherlei Verschiedenheiten. Einigeblutführende Thiere haben nämlich keine eiförmige Hoden, anderehaben sie zwar, allein im Innern, und bei denen, welche sieim Innern haben, liegen sie bald an den Lenden in der Um-gebung der Nieren, bald nach der Bauchseite zu; wieder anderehaben sie auswendig. Auch die Ruthe findet sich bei diesen baldan den Bauch augewachsen, bald wie die Hoden frei; sie ist in-deß bei den nach vorn harnenden anders an den Bauch ange-wachsen, als bei den nach hinten harnenden. Von den Fischenhat nun zwar kein einziger eiförmige Hoden, noch auch ein an-deres Thier, das Kiemen hat, noch das gestammte Geschlecht derSchlangen, noch überhaupt ein fußloses Thier, das keine lebendigeJunge in sich selbst erzeugt. 2. Die Vögel hingegen haben zwareiförmige Hoden, allein im Innern an den Lenden. Sowohldie eierlegcnden Vierfüßler verhalten sich in derselben Weise, z. B.die Eidechse, Schildkröte, das Krokodil, als auch von den lebendig-gebärenden der Igel '). Diejenigen, welche die Hoden im Innernhaben, zeigen sie theils an der Bauchseite, z. B. unter den fuß-losen der Delphin, von den lebendiggebärenden Vierfüßlern derElephant. Bei den übrigen sind sie sichtbar. Welche Verschie-denheit aber ihre Verbindung mit dem Bauche und ihre Anhef-
*) /c^xraeor, vergl. Anm. 13 zum 6. Kap. des I. Buchs. Warum
sich dieses beim Igel so verhält, darüber vergl. äo gou. a. I, 12.