Er hat aber neben den eigcnthnnilichen Zehen anch eine denSchlangen ähnliche Zunge; sie kann sich nämlich bis zu vier Zollin die Länge strecken und wieder zusammenzichen. Er dreht seinenHals völlig nach hinten, indeß der übrige Körper ruht, geradewie die Schlangen. Seine Krallen sind zwar lang, doch in derWeise wie die des Koloios?); die Stimme ist quickend. 3. DieVögel haben auch einen Mund, aber einen eigenthümlichen; siehaben nämlich weder Lippen, noch Zähne, sondern einen Schnabel;auch weder Ohren noch Nase, sondern nur Oefsnnngen für dieseSinnesempsindnngen, für den Geruch am Schnabel, für dasGehör am Kopfe. Sie alle haben auch, wie die übrigen Thiere,zwei wimperlose Augen ^); Hie Schwerjälligen schließen dieselbenmittelst des untern Lides (sw blinzeln dagegen alle mit einervon dem Winkel aus hervorkommenden Haut, die culenartigcnVögel aber auch mit dem obcrn Lide); dieß thun anch die ge-panzerten Thiere, z. B. die Eidechse und sämmtliche dieser derGattung nach ähnlichen. Sie schließen nämlich die Augen mit demuntern Lide, blinzeln indeß nicht wie die Vögel. 4. Ferner ha-ben sie weder Schuppen noch Haare, sondern durchweg mit Kielenversehene Federn. Sie haben anch keinen Wirbel-, sondern einenFederschwanzund zwar die Langbeinigen und Schwimmfüßlereinen kurzen, die entgegengesetzt beschaffenen aber einen langen.Auch fliegen diese mit an den Bauch angezogcnen, die Kurz-schwänzigcn hingegen mit ausgcstrccktcn Beinen. Auch eine Zungehaben sie alle, diese aber verschieden gebildet, einige eine lange,andere eine breite. Von allen Thicrcn aber, den Menschen aus-
kehlchenS (Kxlvla, suoelca), der, wo nicht ausschließlich, doch größtcntheilS von Würmernlebt, sich im Sommer an warmen, im Winter an kalten Orten aufhält. Das ist alles,was man erfährt, und daraus ist nichts Bestimmtes zu machen.
7) xo/loto§. Aristoteles unterscheidet mehrere Arten xo/lotvL (ok. L. a. IX, 19, 3).Welche Art hier gemeint sei, ist nicht zu cnträthseln. Gewöhnlich bezeichnet sonst beigriechischen Schriftstellern reo/lot 05 die Dohle (Oorvus moneäula), ek. Anm. 34 zumXII. Äap. des II. Buchs.
6) Vcrgl. über die Augen Theile der Thiere S. 57, sg.
0) oi vergl. Theile der Thiere S. 57, Anm. 1.
*0) vergl. Theile der Thiere (xL(rxo 5 — ov'^o-
S. 181. Anm. 22.