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Siebentes Kapitel.
1. Das Chamäleon') hat eine ganz und gar eidcchsen-ähulichc Körpergestalt; die Nippen laufen unterwärts gegen denUnterleib zusammen, wie bei den Fischen; auch steht das Rückgratwie das der Fische hervor. Sein Gesicht ist aber am meistendem des Choiropithckus") ähnlich. Es hat einen sehr langen,dünn zulaufenden und großenthcils wie ein Riemen zusammen-gewickelten Schwanz. Es ist rücksichtlich seines Abstandes vomBoden höher als die Eidechsen, doch sind die Biegungen seinerBeine wie bei den Eidechsen beschaffen. 2) Jeder seiner Füßetheilt sich in zwei Theile, welche gegen einander dieselbe Richtunghaben, wie unser Daumen gegen den übrigen Theil der Handeine Gegenrichtung nimmt. Jeder dieser Theile spaltet sich aufeine kurze Strecke in einige Zehen und zwar an den Vordcrfüßender einwärts gewandte Theil in drei, der auswärts gekehrte inzwei, an den Hinterfüßen dagegen der nach innen gerichtete inzwei, der nach außen gekehrte in drei. Es hat an diesen auch
Krallen ähnlich denen der Raubvögel. 3. Am ganzen Körperist es indeß rauh wie das Krokodil. Es hat in einer Grubeliegende, sehr große, runde und von einer der des übrigen Kör-pers ähnlichen Haut umgebene Augen; in ihrer Mitte ist einekleine Stelle für das Gesicht gelassen, durch welche cs sieht; nie-
*) (ek. äs pari. IV, 11, Theile der Thiere S. 167 u. Anm. 14)
ist Ollamaeleou skrieanus. Schon Demokritos hatte nach PliniuS' Bericht(XXVM, 29-) eine besondere Schrift über dies Thier verfaßt.
2) kommt sonst nicht weiter vor. Es wäre Vermessenheit, aus
dem hier Gesagten auf irgend einen Affen rathen zu wollen. Nichtsdestoweniger hatman bald auf Oznoeopkalus spliinx (Buffon), bald auf Innus nomostrinus (Camper),bald auf C^noeeplialns poroarius Osollr. ste. gedeutet. Zunächst ist zu bemerken, das;Plinius (b. u. VIU, 51) die Stelle so wiedergibt: »rostrum ut in parva, llauäabsimilo suillo". Salmasius (sxsre. p. 613) meint daher, PliniuS habe 7lv7 ov H gelesen, obschon die Stelle von keine Spur
zeigt. Harduin (not. zu 1'linius, VM, 51) meint, es sei zu lesen,
was jedoch sehr unwahrscheinlich ist, da bei Aristoteles kein xe(>xo7"Ayxo§ vorkommt,bei ihm dessen Stelle vielmehr x^o§ vertritt. Hier ist also nichts zu machen.