70
des Hundes ähnliche, als der Mensch. Die Keben haben da-gegen, wie bereits bemerkt wurde, einen Schwanz. Die inner»Thcile sind bei ihnen allen, wenn man sie öffnet, denen desMenschen ähnlich. Die Theile der nach außen lebendige Jungegebärenden Thiere verhalten sich also in dieser Weise.
Sechstes Kapitel.
1. Die Eier legenden, mit Blut versehenen Vierfüßler —es legt ja kein rothblütiges Landthier Eier, welches nicht ent-weder vierfnßig oder fnßlos wäre — haben einen Kopf, einenHals und Rucken, Ober- und Untertheile des Körpers, fernerVorder- und Hinterbeine, auch das der Brust entsprechende wiedie lebendiggebärenden Vierfüßler, auch zumeist einen langen,selten einen kurzen Schwanz. Sie sind sämmtlich vielzchig undvielspaltig. Zudem haben auch alle Sinnesorgane, auch, mitAusnahme des Krokodils in Aegypten, eine Zunge H. Diesesist aber in gewisser Beziehung den Fischen ähnlich. Im Allge-meinen haben nämlich die Fische eine stahlige, nicht entwickelteZunge, bei andern ist jedoch ihre Stelle völlig glatt und un-deutlich, wenn man nicht etwa die Lippe stark hernnterbicgt.2. Ohren haben sie dagegen nicht, sondern blos die Höröffnung,auch weder Brüste, noch ein Schamglied, noch äußerlich, sondernnur im Innern liegende Hoden, auch keine Haare, sie sind viel-mehr insgesammt mit Schildern bedeckt. Auch sind sie alle miteinem sägeförmigcn Gebiß versehen. Die Flnßkrokodile habenSchweinsaugen, kräftige und hervorstchende Zähne, starke Krallenund eine undurchdringlich gepanzerte Haut; im Wasser sehen sieschlecht, außerhalb desselben äußerst scharf. Den Tag verbringtes meist auf dem Lande, die Nacht aber im Wasser; dieß ist danämlich wärmer, als die Luft.
Vergl. über den Inhalt dieses Kapitels äs pari. II, 17.
2) Vergl. Anm. 10 zum 1. Kap. des 1. Buchs. Das hier vom Krokodil Gesagteist offenbar Herodot (II, 68 — 70) entlehnt.