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ist Mund und Zunge zu einem Organe verschmolzen "), durch welchessie, gleichwie durch eine Wurzel ihre Nahrung aus den Flüssigkeitenaufsaugen. Unter den Thieren fressen nun zwar sämmtliche Insektenwenig 50), nicht sowohl wegen ihrer Kleinheit, als wegen ihrer Kälte(denn das Warme.bedarf und kocht die Nahrung schnell, die Kältedagegen ist nicht nährend); vorzüglich findet dieß aber beim Geschlechtder Eienden statt; denn als Nahrung genügt für ihren Körper die vomHauche bleibende Feuchtigkeit o>), gleichwie bei den Ephemeren ^^)(diese finden sich aber um den PontuS), doch so, daß diese nur einenTag, jene aber mehrere, indeß auch nur wenige Tage leben. — Nach-dem nunmehr von den im Innern liegenden Theilen bei den Thierendie Rede gewesen ist, müssen wir wieder zu den übrigen äußernTheilen zurückkehren. Wir müssen aber bei den zuletzt besprochenen
bb- Die lticade (vLl'T'l^, von der Genaueres Mut. »». V, 24. l §g.)ist Licscka oral u. , ein zu den Hcmiptercn gehöriges, den Alten durch ihrenOiesang berühmtes Insekt. Das bezeichnete Organ ist der Sangrüffet, oder,wie man es hier überflüssiger Weise zu nenne» beliebt, der Schnabel! er bestehtaus der verlängerten, rinncnförmigcn Unterlippe, in welcher die Kiefer in Ge-stalt von vier Stechborste» liegen.
bv) Im entwickelten Zustande fressen viele Insekten nichts; ihr einzigesGeschäft ist da die Fortpflanzung; manche aber sind sehr gefräßig und dadurchVst äußerst schädlich oder nützlich.
bl) E'S war. wie cs scheint, eine allgemein verbreitete Fabel bei den Alten,daß die Cicaden sich bloß von, Than ernährten. Bgl. z. B. liwt. a». lV. 7. 7;Xnacreo» 0,1. XUIII, 3, ö^ocron 7lL7icoxcö§ X. v. X.; iNwv-
crlt. Ick. IV, 16, ,, 7 / H(,wxa§ cktrl^erat W<5wk(> ö rbrvtE; Iieslml.ücnt. Ilorc. 393 xg.; Vlrg. Lei. V, 77; Ml». 1,wt. nat. XI, 32. 2—3;^ella» bist, an I, 2a n. s. w. '— Den Tithon hatte seine Gemahlin Aurora,ihn wegen seiner Altersschwäche bemitleidend, in eine llicade verwandelt und ineinem Körbchen in die Luft gehängt und dort mit Than genährt. Die Cicadenleben von den Säften ihrer Nährpflanzen (Vraxlnns ornu»), deren Zweige siemit ihrem Rüssel anstechen.
5-) cvgl. bist. NN. I, L. 7; V, >7. 14; bei INin. Xl, 43.
Ilemsroblon) , nach den dürftigen Angabe» nicht zu bestimmen, sollte ein 4bei-niges, 4flügljgeS Insekt sein, das in Pontns auf dem Hypanis sich ans wein-beerenförmigen Häutchen entwickelte und nur einen Tag lebte — hat also mitMeerinsckten nichts zu thnn! — Die Angaben passen weder auf unsere Lplw-mera noch I'Iwxgnnen , wahrscheinlich ist es jedoch trotzdem ein derartiges Thier,das man indeß nur durch Hörensagen kannte.