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Viertes Kapitel.
Vom Netze wäre nunmehr die Rede gewesen. Das sogenannte Ge-kröse ') aber ist zwar eine Haut, erstreckt sich indeß zusammenhängendvon dem Umfange der Gedärme zur Hohlader und zur Aorta, au-gefüllt mit vielen dichten Gefäßen, welcke sich von den Gedärmen zurHohladcr und zur Aorta hinzichcn. Seine Entstehung werden wirnun in gleicher Weise, wie bei den übrigen Theilcn aus der Noth-wcudigkeit hcrvorgehen sehen; aus welchen Ursachen es aber den Blut-führenden zukommt, wird bei der Betrachtung einleuchtend. Da näm-lich die Thiere nothwendig von außen her Nahrung ausnehmen, undweiterhin aus dieser die schließlich«: Nahrung entsteht, von welcherbereits den Organen übergeben wird (diese ist zwar bei den Blutlosenuubenannt, bei den Blutführenden aber heißt sie Blut), so muß etwasvorhanden sein, durch welches der Nahrungsstoff aus dem Nahrungs-kaual den Gefäßen gleichsam wie durch Wurzeln zugeführt wird. DiePflanzen haben nun ihre Wurzeln in dem Boden (denn von dahernehmen sie die Nahrung auf), bei den Thieren ist aber der Magenund das Wesen der Gedärme der Boden, aus welchem sie die Nahrunganfnehmen müssen; darum ist das Wesen des Gekröses da, welches diedasselbe durchziehenden Gefäße gleichsam als Wurzeln enthält ^). Umwessentwillen nun das Gekröse da ist, das wäre erörtert worden; aufwelche Weise es indeß die Nahrung aufnimmt und wie das in die Ge-
Das Gekröse (nieseuterl,,,,,) bildet eine längere »der kürzere, oon derHinterwand der Bauchhöhle nach innen tretende, die Därme umschließende Du-plicatur des Bauchsells, in welcher zahlreiche Arterien, Venen, ChvluSgefäßeund Nerven verlaufen. Bei vollständiger Entwicklung kann man ein Dlesockuo-ckenum (für den Zwölffingerdarm), ein Diese,itcriu,» ,für den GekröSdarn», einDlesocolon (Grimm darmgekröse) und Dlesorcctui» (Mastdarmgekröse) unterscheiden;am stärkste» entwickelt ist das Gekröse des GckröSdarmS ()ch„,»i», und Neu,»,unterer Thcil des Dünndarms). Je länger und je stärker gewunden der Darm,um so kräftiger ist auch das Gekröse entwickelt, daher fehlt es auch, wo derDarm kurz ist und keine Windungen macht, wie bei manchen Fischen, völlig,d. h. die Bauchfcllplatten treten da nicht zwischen Darm und Bauchwandnngzu einem Bande zusammen.
2) Vgl. Anm. I zu II, 3.