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Denn der weite Raum erzeugt Begierde nach größerer Menge, dasGeradesein hingegen schnelle Wiederkehr der Begierde. Darum fressenalle die Thiere, welche entweder cinsache oder geräumige Behälter be-sitzen, entweder viel oder oft. Da nun aber zwar im obern Magenbeim ersten Eintritt der Nahrung diese frisch, weiter nach unten vor-geschritten, aber kothartig und ausgcsogen erscheinen soll, so muß auchetwas und zwar zwischen beiden vorhanden sein, worin sie sich um-wandelt und wo sie zwar nicht mehr frisch, aber auch noch kein Kothist. Darum besitzen alle derartige Thiere und zwar in dem aus denMagen folgenden engen Darme den sogenannten Dünndarm; dieserliegt ja zwischen dem obern, in welchem das Unverdaute, und demuntern, in welchem die bereits unbrauchbaren Excrementc sich befinden.Er zeigt sich zwar bei allen, deutlich aber bei den größer» und wennsie gefastet, nicht aber, wenn sic gefressen haben; alsdann entstehtnämlich sogleich ein Zwischenraum zwischen beiden Orten; wenn sieaber auch gefressen haben, so ist doch die Zeit für die Umwandlungnur kurz. Bei den Weibchen liegt nun der Dünndarm, wenn er sichvorfindet, im obern Theilc des Darmes, die Männchen dagegen habenihn vor dem Blinddarm und dem untern Magen 2°).
Fünfzehntes Kapitel.
Es haben aber das sogenannte Lab ') einmal alle Vielmagigen,von den Einmagigen indeß der Hase ^). Die mit Lab versehenen
2 °) Fiction! Bcim Männchen und Weibchen ist im Darm kein Unterschied,d Arist. versteht nnter Lab nicht das. was wir darnntcr verstehen. BeiArist. ist nämlich das Lab Mach seiner Erklärung bist. an. III, ll>. K) die imMagen noch sangcndcr Thiere befindliche Milch, welche daselbst dnrch Nm-wandlnng der Milch in Folge der ans dieselbe einwirkendcn thierischcn Wärmedi? Eigenschaft bekomme, Milch znm Gerinnen zn bringen. — Die beim Säugensofort in den Psalter gelangende Milch wird hier wenig verändert, tritt baldin den Labmagen ein, wo sic gerinnt. Das die Milch zum Gerinnen bringendeist der Magensaft kuecu» xinitrlcu»), der. sei es dnrch die in ihm befindlicheSäure, sei es durch das in ihm enthaltene Pepsin, den Käscstoff anSschcidet.(Vgl. untenstehende Anm. 4.1
2) Aristotelisches Lab findet sich im Magen aller Sängethierc, wenn sieMilch genossen haben. — Daß der die Milch eigentlich zum Gerinnen bringende