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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
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haben indcß auch einige Lebendiggebärende Darmanhänge untenans derselben Ursache. Das gesammte Geschlecht der Fische ist übri-gens, weil die Verarbeitung der Nahrung mangelhaft erfolgt und so-gar Unverdautes hindurchpassirt, gierig nach Nahrung, und von denübrigen sind es allemal die, welche einen geraden Darm besitzen ''-ft.Denn da der Durchgang schnell stattfindet und somit der Gewinngering ist, so muß auch schnell wieder das Verlangen rege werden.Daß aber die mit vollständigem Gebiß versehenen einen kleinen Magenhaben, ist bereits früher erörtert worden; sie zerfallen indeß sämmtlichin zwei Klassen. Einige haben nämlich einen Magen ähnlich dem desHundes, andere dem des Schweines; der des Schweines ist abergrößer und hat einige mäßige Falten ^O), damit die Verdauung längeranhaltc; der des Hundes dagegen ist von geringer Weite, nbertrifftdie des Darms nicht bedeutend ^') und ist inwendig eben. Hinter demMagen liegt nun bei allen Thieren der Darm. Auch dieser Theil zeigtindeß, wie der Magen, mancherlei Verschiedenheiten. Denn bei einigenist er einfach und von gleichmäßiger, bei andern dagegen von ungleich-mäßiger Weite; bei einigen ist nämlich der nach dem Magen hin ge-legene Theil weiter, dagegen der nach dem Ende hin gelegene enger(darum geben die Hunde mit Anstrengung die entsprechenden Elemente

18) Hiemit ist vielleicht der Wurmfortsatz (Processus vermiformis) gemeint,der unten am Blinddarm anhängt. Denn daß der Blinddarm selbst nicht ge-meint sein kann, geht aus der folgenden Beschreibung des Darmkanals hervor;den Blinddarm bezeichnet er nämlich als xOlXt«.

18- Im Allgemeinen ist der Darm der Fleischfresser kurzer, der der Pflanzen-fresser länger; namentlich bei den Fischen ist er oft ganz gerade durchlaufendund ohne alle Windung.

20) Vgl. Iiist. an. II, l2. 7.

21) Vgl. Iiist. an. ll, 12. 7- Hier, wo auch dem Löwen nnd Men,schen ein solcher Magen zngeschriebe» wird, muß man wohl nicht an das Ver-hältniß der Magenwcite zum Darm überhaupt, sondern zur Dickdarmweite denken,wiewohl auch dann noch die Weite des Magens überwiegt.

22) Hier ist offenbar das Wcitcverhältniß des Dickdarms zu dem des 8sro-mannm und MastdarmS gemeint, während das folgende wohl nicht anders alsauf den Dünn- und Dickdarm bezogen werben kann. Die mannigfach verschiedeneLage des DarmrvhrS in den Thieren ist Arist. wohl nicht recht klar geworden,so daß er die einzelnen sich entsprechenden Theile nicht gehörig erkannte.