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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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sich aus dem, was vorgeht; wenn es nämlich wegen der Nachbar>chaftdie warme und ausgeschiedenc Flüssigkeit anzieht, so verwirrt es sofortsichtlich das Denken und Empfinden; daher wird es auch ^

genannt, als ob es irgendwie am Denken Theil hätte. Es hat aberkeineswegs Theil daran; da es indeß den Theilen nahe liegt, welcheTheil daran haben, so gibt es auch die Veränderung des Denkenskund. Darum ist cs auch in der Mitte dünn, nicht bloß ans Noth-wendigkeit, weil, wenn cs da fleischig wäre, die Theile nach denNippen hin noch fleischiger sein müßten, sondern auch, damit es mög-lichst wenig Feuchtigkeit anfnehme; wenn es nämlich fleischig wäre,so würde cs eher sowohl viel Feuchtigkeit enthalten, als auch auf-nehmcn. Daß es aber erwärmt schnell die Empfindung kund gibt,beweiset auch das, was beim Lachen vorgeht. Die Gekitzelten näm-lich lachen schnell, weil die Bewegung schnell zu dieser Gegend hin-gelangt. Es erwärmt zwar wenig, macht cs aber dennoch kund underregt die Seele wider den Willen. Daß aber bloß der Mensch kitzligist, kommt einmal von der Zartheit seiner Haut, zum andern daher,daß der Mensch von den lebenden Wesen allein lacht; das Kitzligleinaber ist ein durch eine entsprechende Bewegung um die Achselgegendherum erregtes Lachen. Es soll sich aber auch von den im Gebalgedie Zwerchfellgegend treffenden Schlägen durch die von den Schlägenentstehende Wärme Lachen cinstellen. Denn dieses kann man von zu-verlässigeren Leuten sagen hören, als das, was rücksichtlich des Kopfeserzählt wird, daß er nämlich beim Menschen, wenn er abgehauen sei,noch eine Stimme von sich gebe. Dieß erzählen nämlich manche undführen sogar den Homer als Gewährsmann auf, als hätte er ansdiesem Grunde gedichtet :

Und es entrollte das redende Haupt in den wirbelnden Staub hin."

und nicht vielmehr:des Redenden." Auch in Karten vertrauteman so fest darauf, daß man deßhalb über einen gewissen Eingebornen

pl. von bezeichnet Zwerchfell und Denken, Ge-

müth cc., Seele, als Sitz dieser, zumal des Verstandes (^(>«< 2 ,sagen ic. als Thätigkeit des Verstandes).

Vgl. II°m. II. x, 457.