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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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Vierfüßler ^). Darum ist die Kränklichkeit derselben bei den Menschenschwerer zu heben, wenn sie sämmtlich erkrankt sind; denn cs ereignetsich da, daß die Heilung derer, denen viele Nieren erkranken, schwie-riger ist, als derer, denen nur eine erkrankt ^). Der von der Aderkommende Gang ?). mündet indcß nicht in die Höhle der Nieren, son-dern wird zum Körper der Nieren verwendet, daher befindet sich dasBlut nicht in den Höhlen derselben, noch gerinnt cs nach dem Tode ^).Aus der Höhle der Stieren führen aber zwei blutleere, kräftige Gängezur Blase ^), von jeder einer, und andere starke und zusammcnhaltendevon der Aorta Dicß verhält sich aber in dieser Weise, damitans dem Gesäße die Ausscheidung der Flüssigkeit in die Nieren ge-lange "), aus den Nieren aber der entstandene Absatz, indem dasFlüssige durch den Nierenkörpcr durchgesciht wird, nach der Mitte hinzusammenrinne, wo die meisten von ihnen die Höhle haben; daher ist

°) Die menschlichen Nieren sind an der Oberfläche nicht gelappt, sie zeigenvielmehr im normalen Znstande nnr am biius einige schwachen Furchen; dieder Schafe und vieler andern Sängethiere haben aber durch vielfache Furcheneine lappige Oberfläche.

Man wittert schon den Philosophen! NebrigenS sind die Nieren-krankheitcn beim Menschen wie bei den Thieren zum großen Theile äußerstschwer, znm Theile gar nicht zu heben.

7) Nämlich die vena renalis. Die art. renalis kannte Arist. ebenfalls,wie schon a»S dem Ende des nennten Kapitels erhellt.

«) Pure Fiction! Der Philosoph meint, weil durch die Verwendung zurNierensubstanz das Erdige heranSgenvmmen sei.

8) Die Harnleiter, uretbercs, welche den Harn aus den Nieren in dieBlase führen.

Wz Dieß können recht wohl die artt. vesieaios fein, einschließlich des ent-sprechenden Theils der art. umbilicalis, und der kräftigen iiiaca interna undcommunis bis zur Aorta hinauf. Vgl. bist. an. III, 4. 5. Daß damit die»rlt. spermaticac interna« gemeint seien, welche aus der Vorderseite der Aortameist dicht uuter (zuweilen auS) der art. reaalis entspringen und, ohne Aesteabzugeben, abwärts treten und beim Manne durch den Leistcnring zu den Hoden,beim Weibe zu den breiten Mutterbändern, den Eierstvlken und Nachbartheilentreten, ist nicht wohl anzunehmen! auf sie paßt nämlich nicht I) daß sie zurBlase gehen, 2) daß sie kräftig sind; sie sind vielmehr sehr dünn. Vgl. übri-gens die sehr confusen Vorstellungen des Arist. über diese Theile bist. an. III, I.

Der Harn wird wahrscheinlich aus dem Blute der art. renalis aus-geschieden.