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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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wenn die vernünftige Natur das der Notwendigkeit Unterworfene zueinem Zwecke verwendet, davon wollen wir jetzt reden. Zunächst nunist das Körperliche und Erdige mehr bei den großem Thicren vor-waltend, wir kennen ja durchaus kein kleines hörnertragendes Thier;denn das kleinste von den bekannten ist die Gazelle ^). Man mußaber die Natur betrachten, indem man auf die Mehrzahl hinblickt;denn entweder im Ganzen oder doch im großem Theile beruht dasNaturgesetz. Das Knochenartige in den Körpern der Thiere ist abererdartig; darum findet es sich auch in den größten am meisten '"),um im Hinblick auf die Mehrzahl zu reden. Den ausgeschiedenenUeberschuß eines solchen Körpers also, wie er sich in den größer«Thieren vorfindet, verwendet die Natur zum Schutz und zum Nutzen,und den nothwendig nach oben fließenden Theil wies sie bei einigenzu Zähnen und Hauern, bei andern zu Hörnern an. Daher hat auchkein hörnertragendes Thier ein vollständiges Gebißj oben fehlen ihmja die Vorderzähne; was nämlich die Natur von da hinwegnahm, dasbenutzte sie zu Hörnern und die für jene Zähne bestimmte Nahrungwird zur Vergrößerung der Hörner verwendet. Daß aber die weib-lichen Hirsche keine Geweihe besitzen, indeß sie in Bezug auf die Zähneden Männchen gleichen, davon ist die Ursache die, daß sie beide einund dieselbe Natur, nämlich der Hörnertragenden haben; gleichwohlwurden den Weibchen zwar die Geweihe versagt, weil sie ihnen nichtdienlich, keinesweges aber den Männchen, weil sie denselben wegenihrer Stärke minder nachtheilig sind i'). Von den übrigen Thieren,bei welchen dieser Theil des Körpers sich nicht zu Hörnern absondert,hat er einigen den Umfang ihrer gesammten Zähne gemeinsam vergrößert,andern hat er Hauer wie Hörner aus den Kiefern hervorgebildet.

Drittes Kapitel.

Von den Theilen am Kopfe wäre somit die Rede gewesen; unter-halb des Kopses nun befindet sich bei denjenigen Thieren, die einen

0) Die Gazelle (cir. Anm. L) ist von der Größe eines Rehes.>") Vgl. II, s.

") Man sieht, ein Philosoph weiß immer Rath.