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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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Seite
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wachen. Das Hirn des Menschen bedarf aber, da es das größte undfeuchteste ist, am meisten des Schutzes; denn das Feuchteste erwärmtsich und erkaltet auch am leichtesten, das entgegengesetzte aber ist min-der empfänglich. Doch zu dieser Abschweifung peranlaßtc uns bei derBetrachtung der Ursachen bezüglich der Wimpern die Verwandtschaftdes Gegenstandes, so daß wir nun des übrigen an passenden Stellennachholcnd gedenken müssen.

Fünfzehntes Kapitel.

Die Augenbrauneu und Wimpern sind beide des Schutzes wegenda, und zwar die Augenbraunen wegen der herabtriefenden Feuchtig-keit, damit sie gleich einem Wetterdach vor der vom Kopfe herabtrie-fenden Feuchtigkeit schützen, die Wimpern aber der gegen die Augenfallenden Körper wegen, wie manche vor dem Lager Pallisaden er-richten. Es liegen aber die Augenbraunen auf einer Knochenverbin-dung'), daher werden sie auch bei vielen im Alter so stark, daß siedes Scheerens bedürfen; die Wimpern aber liegen an den Enden derfeinen Gefäße; denn wo die Haut endet, da finden auch die Gefäßedas Ende ihrer Ausdehnung. Es ist sonach wegen der abgesondertendicklichen Feuchtigkeit, nothwendig, daß an diesen Stellen, wenn esnicht etwa eine natürliche Verwendung zu einem andern Bedürfnisverhindert, Haare entstehen.

Sechzehntes Kapitel.

Bei den übrigen lebendiggebärenden Vierfüßlern zeigt ferner dasGeruchsorgau keine sonderliche Verschiedenheit; nur haben alle die-

*) Vgl. 1,18t. »>,. III, io. 8., wo dieß deutlicher und zum völlige» Uns,»»wird. Aristot. träumt nämlich vv» einer Knvchemmtl), über der die Braunenlägen, und die im Alter sich erweiternd, nun mehr dem Wachethum dienendeFeuchtigkeit durchlasse. Auch bezüglich der Wimpern ist die Vorstellung desArist. falsch, da die Gefäße nirgends enden, sondern, wo sie das Ende der Hauterreiche», zurückkehren. Den Zusatzwenn eS nicht etwa u. s. w." machtArist., um sich den Rücken wegen des Mangels von Wimper» am Präputiumfrei zu halten- Mit dieser falschen Ansicht hängt auch die verkehrte Schweiß-thevrie des Arist. tvgl. unten UI, 5.) zusammen.