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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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bilden. Die Jnsecten jedoch und die Kopffüßler unter den Thierenjenen entgegengesetzt, sind gleichwohl auch untereinander entgegengesetztgebildet. Denn sie scheinen nichts Knochcnartigcs noch Erdiges, dasder Erwähnung verdiente, abgesondert zu haben; vielmehr sind dieKopffüßler einerseits völlig fleischig und weich; damit indcß ihr Körpernicht, wie das Fleischige leicht verletzbar sei, so hat er eine zwischenFleisch und Sehne stehende Beschaffenheit, denn er ist geschmeidig wieFleisch, hat aber eine Zähigkeit wie Sehne; er hat ja die Spalt-barkeit des Fleisches, nämlich nicht blos in gerader, sondern in kreis-förmiger Richtung. Denn bei einem solchen Verhalten wird es wohlam geeignetsten für die Haltbarkeit sein. Es findet sich indcß in ihnenauch etwas den Gräten der Fische Analoges, wie in den Sepien dassogenannte weiße Fischbein, in den Loliginen der sogenannte Schwert-knorpel; die Octopoden jedoch haben nichts Derartiges, weil der soge-nannte Kopf?) bei ihnen nur einen kleinen Raum einnimmt, bei denandern aber einen sehr großen. Darum gab die Natur jenen dieseGrundlage, damit sie gerade und unbiegsam seien, wie unter denBlutsührcnden einigen Knochen, andern Gräten. Die Jnsecten hin-gegen sind, wie gesagt, sowohl diesen, als auch den Blutführendenentgegengesetzt; sie haben nämlich das Harte und Weiche nicht geschie-den 2), sondern ihr Körper ist durch und durch hart; die Härte aber istdiese: fleischiger als Knochen, knochenartiger und erdiger als Fleisch,damit ihr Körper nicht leicht verletzbar sei.

b) ft«Xa'xlw sind die Kopffüßler (Cephalopodcn). Arist. untcrfcheidetsie als kDintenfisch, Sepie). und rxflätoL (l-oligo, Kalmar),

7IoXl))I0I)§ (der OctopuS) und nocvrl^oA (Lrgonaut-l). Vgl. weiter untenIV, g. und Inst. a». IV, I. IX, 26. s 8g. und die Definition IV, I. I.

?) Der sogenannte Kopf dieses ist nämlich eigentlich der Leib, dendie Griechen fälschlich als Kopf bezeichneten. Vgl. besonders bist. an. IV, l.4. und 13. lieber das weiße Fischbein u. s. w. c5. unten IV.

ch Auch die Jnsecten habe» Hartes und Weiches geschieden, sie haben sogarzum Theil sehr kräftige Muskeln, die sich bei größer» recht gut mit bloßemAuge in den Beinen und sonst erkennen lassen. Die harte Hülle besteht auseinem cigenthümlichen Stoff, der sich im nieder» Thierreich vielfach verbreitetfindet, sich vornemlich durch seine Unlöslichkeit in kochender Kalilauge bei Gehaltan Stickstoff characterisirt und mit dem Namen Chitin bezeichnet wird.