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steht auch das Rückenmark mit dem Hirne in Verbindung; denn immerschafft die Natur für das Uebcrmaaß eines Jeden als Abhülfe das Hin-zutrcten des Gegcntheils, damit das eine das Uebcrmaaß des andernausgleiche. Daß nun aber das Mark etwas Warmes ist, ist ausmanchem klar; es wird aber auch die Kälte des Hirns deutlich bei derBerührung; zudem ist es das Blutloseste (denn es ist nicht das mindesteBlut in ihm enthalten und konsistenteste von sämmtlichcn Flüssig-keiten im Körper. Es ist indeß weder eine Ausscheidung, noch einzusammenhaltcndcr Thcil, sondern seine Natur ist eigcnthümlich unddieses selbstredend. Daß cs jedoch mit den empfindenden Theilen kei-nen Zusammenhang hat, ist schon beim ersten Blick klar, mehr aberdadurch, daß es berührt keine Empfindung zeigt, gerade wie das Blutoder die Ausscheidungen der Thicre ^). Es dient aber den Thiercn zurErhaltung ihres Gesammtwesens. Einige behaupten zwar in roherWeise, die Seele der Thierc sei Feuer oder eine andre derartige Kraft;bester aber dürste cs gleichwohl sein, zu sagen, daß sie in einem sobeschaffenen Körper bestehe. Der Grund davon aber ist der, daß fürdie Thätigkeiten der Seele das Warme der Körper am dienlichsten ist;denn Ernähren und Bewegen sind eine Thätigkcit der Seele, diese aberentwickeln sich am meisten durch diese Kraft. Die Behauptung, dieSeele sei Feuer, ist also gerade so wie die, der Zimmermann oder dieZimmcrmannskunst sei eine Säge oder ein Bohrer, weil bei der Aus-führung des Werkes beide einander eng verbunden sind. Daß nun dieThiere nothwendig Wärme besitzen, ist hieraus ersichtlich; da aberalles des entgegengesetzten Momentes bedarf, damit das Gleichgewichtund die Mitte gehalten werde (denn in dieser liegt das Wesen des rich-
-) Vgl. Iii-N. an. I, IZ. z. — Das Hirn enthält allerdings Vlut, undzwar wird ihm dasselbe durch die arteria carotie interna clextra et slnistra, so-wie durch die aitoria vertebralis zugcführt. Elftere dringen durch das Felscn-beitt (canalla caroticne desselben) letztere durch das HintcrhanptSloch (koramcninaxnum) in die Schädclhöhle ein. Die in die Hirnsubstanz selbst eindringendenGefäße sind indeß so fein, daß sie ans de», Durchschnitt kaum als kleine Pünkt-chen erscheinen und somit leicht übersehen werbe» konnten.
Das Hirn besitzt Empfindung, aber freilich nicht in der grauen Substanzdes großen und kleinen Hirns (wie auch an einigen andern Stellen), so daßman von dieser ohne Schmerzempfindung bedeutende Stücke wcgschneiden kan».