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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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nun aber, sobald sie sich vollständig entwickeln, sowohl die Theile wiedie Eingeweide ihr Aeußrcs ändern (denn ün Uebermaaß bluthaltig istauch ein jedes noch junge Eingeweide), so auch das Mark, und zwarbei denen, welche Schmalz entwickeln, wird es schlüpfrig und demSchmalze ähnlich, bei denen aber, bei welchen es nicht dem Schmalzeähnlich ist, sondern wo das gekochte Blut Talg wird, da ist es talg-artig. Daher ist es bei den Gehörnten mit unvollständigem Gebißtalgartig, bei denen mit vollständigem Gebiß und mehreren Husenschmalzartig. Am wenigsten zeigt indeß das Rückenmark eine solcheBeschaffenheit, da cs ja Zusammenhalten^) und sich durch die gesammte,in die Wirbel gcspaltne Wirbelsäule hindurcherstrecken muß; wäre esnämlich schlüpfrig oder talgartig, so würde es nicht in gleichem GradeZusammenhalten, sondern entweder zerbröckeln oder zerfließen. MancheThiere besitzen indeß nichts, was man als Mark zu bezeichnen berech-tigt wäre, diejenigen nämlich, deren Knochen stark und fest sind, wiedie des Löwen. Denn bei diesem scheinen die Knochen, weil sie durch-weg keine Spur davon zeigen, überhaupt gar kein Mark zu besitzen ^).Da es jedoch nothwendig ist, daß die Bildung der Knochen oder desden Knochen Analogen, wie bei den Fischen der Gräten, stattfinde, soist es auch nothwendig, daß einige Mark haben, da ja in ihm dieNahrung enthalten ist, aus welcher die Knochen entstehen''). Daß aberfür alle das Blut nothwendig ist, wurde oben erwähnt. Selbstredendgibt es also sowohl talg- als schmalzartiges Mark. Denn durch die,

e- Das Wort criivx^ff wird weiterhin klar! das Rückenmark soll nämlichals Spange dienen, um die einzelnen Wirbel znsammenznhalten.' Daß es dazudennoch nicht taugt, daß dazu vielmehr viele kräftige Bänder vorhanden sind,dieses, sonne die eigentliche Bedeutung des Rückenmarks ist also völlig übersehen.

Der Löwe scheint, sagt Arißot. absichtlich <sv auch Ulet. an. VII, 7. 6.an öti'Ektkv nämlich Al« rv ira/lTicev Zllxpov Xttl Xkirrov

xvll kV öXl^vtA) weil manche <>n!,t. a». III, IL.) ihm fälschlich alles Markabsprächcn; er habe indeß in einigen Knochen Mark, nämlich in den Bvrder-tind Hinterschenkeln (Iiiat. an. III, 7. 6.1. Vgl. auch Lellan Iii-ck. an. IV, 34-NIlu. Inst. an. XI, 86.

4i Daß da« Knochenmark keineswegs das Ernährnngsmaterial für dieKnochen abgibt, ist gewiß, da sich das Mark in den Embri)vncn erst mit derVerknöcherung der anfangs soliden Knorpel zeigt, und auch in geheilten Bruch-stelle» der Knochen die Markröhre sich zu allerletzt bildet. '