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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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Wesen. Das Fleisch und das Analoge ist aber das Empfindende ^),das Blut jedoch hat, wie bereits oben gesagt wurde, keine Empfindung,daher auch nicht Schmalz und Talg; sie sind ja gekochtes Blut. Wennsomit der ganze Körper dazu würde, so würde er keine Empfindunghaben. Darum altern auch srüh die übermäßig Fetten, denn sie habenwenig Blut 6), da ja das Blut zur Fcttbilduug verwendet ist; dieBlutarmuth aber schon beschleunigt den Untergang; denn der Unter-gang ist eine gewisse Blutarmuth und das Wenige leidet leicht vonetwa eintretendcr Kälte und Wärme. Auch unfruchtbarer?) sind dieFette» aus demselben Grunde; was nämlich aus dem Blute zur Fruchtund zum Samen verwendet werden sollte, das wird zu Schmalz undTalg verbraucht; denn das gekochte Blut wird zu diesen, so daß alsoentweder gar keine Ausscheidung bei ihnen erzeugt wird oder nur einegeringe. Ueber Blut und Serum, über Schmalz und Talg ist nunerörtert worden, was jedes von ihnen ist und aus welchem Grunde.

Sechstes Kapitel.

Es ist aber auch das Mark eine Art Erzeugniß aus dem Bluteund keineswegs, wie manche ") wähnen, eine Frucht des Samens.Dicß ist aber ganz und gar deutlich bei den Jungen; wie nämlich beiden Embryonen die Thcilc aus Blut gebildet sind und auch die Nah-rung Blut ist, so ist auch das Mark in den Knochen blutartig; wie

S) Bei Aristoteles ist das Fleisch <vv» welchem später) und das Analogedas eigentliche GefnhlSvrgan. Bon den Nerven und ihrer Function hatte Aristvt.keine Idee; seine vxv(>0i sind Sehnen, Muskeln, Bänder II. dgl. Das Thierist aller eben ein Thier nur durch das Gefühl (vgl. <Is s»vet. et seiwct. I undUI; Ke -Illima III, 12 lind >3. s-,.). Würde also alles Fleisch zu Fett,so schwände das Gefühl und das Thier hörte ans, ein Thier zu sein (vgl. auchunten III, lll.l.

l>) Bgl. unten III, 4; M-U. a. III, 12. I.; III, ,4. natür-lich nur darum, weil die Blutgefäße (Venen) wegen des darnberliegendcn Fett-polsters unsichtbar werden.

7) Bgl. Illst. an. V, 12. s. ist übrigens unwahr.

y Ein Seitcnhieb ans Plato (vgl. limaens 7 3 und 86). lieber dasMark vgl. Inst. an. III, 15.