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erleiden, aus den natürlichen Verhältnissen derjenigen, denen sie an-gehören, entfernt, das Gegeutheil, denn sie erkalten und werdenflüssig. Denn das Blut gerinnt mehr, die gelbe Galle aber ver-flüssigt sich. Daß diese Dinge mehr oder weniger an entgegengesetztenEigenschaften Theil haben, muß man als ihnen eigenthümlich an-nehmen. Wiefern nun die Natur des Blutes Wärme, wiefern Feuch-tigkeit ist, und wiefern sie an den Gegensätzen Theil nimmt, das wäreetwa erörtert. Da aber alles, was wächst, Nahrung aufnehmenmuß, die Nahrung aber bei allen aus Feuchtem und Trockenem besteht,und die Kochung und Veränderung desselben durch die Kraft der Wärmegeschieht, so müssen sowohl alle Thierc wie Pflanzen, und wo nichtaus einem andern, so doch aus diesem Grunde eine natürliche, undzwar wie die Verrichtungen der Ernährung, mehreren Theilen ange-hörende Wärmequelle besitzen. Denn die erste sichtbare Verrichtunggeschieht bei den Thicren durch den Mund und die Theile in ihm,deren zerkleinernden Einfluß die Nahrung bedarf. Allein dieses istkeineswegs Ursache der Kochung, sondern nur einer bessern Kochung;denn die Zertheilung der Speisen in kleine Stücke macht der Wärmeihre Arbeit leichter, allein erst die der ober» und untern Gedärmebewirkt vermittelst der natürlichen Wärme die Kochung. Wie nunaber der Mund der Eingang für die rohe Nahrung ist, und der mitihm zusammenhängende Theil, den mau Speiseröhre nennt, bei den-jenigen Thieren, welche diesen Theil besitzen, bis in den Magenreicht, so müssen auch mehre andere Anfänge vorhanden sein, durchwelche der gestimmte Körper die Nahrung aus dem Magen und demWesen der Gedärme wie aus einer Krippe erhält. Die Pflanzennämlich nehmen ihre Nahrung mittelst der Wurzeln verarbeitet ausder Erde (daher entsteht auch bei den Pflanzen keine Ausscheidung);denn sie bedienen sich des Bodens und der Wärme in ihm wie einesMagens; fast alle Thiere jedoch, entschieden aber die der Orts-bewcgung fähigen, haben gleichsam in sich als Boden den Nahrungs-kanal, aus welchem sie, wie jene mittelst der Wurzeln, so mit irgendEtwas die Nahrung aufnchmen müssen, bis das Ziel der begonnenenKochung erreicht ist. Denn die Verrichtung des Mundes übergibt siedem Verdauungskanal, von diesem muß aber ein Anderes empfangen,was sich gebildet hat. Die Gesäße nämlich durchziehen das ganze