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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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wendig ein jedes Merkmal und somit auch das entgegengesetzte einervon den einzelnen zukommen. Wenn cs nun aber unmöglich ist, daßden nach Art verschiedenen eine untheilbare und einzige Beschaffenheitdes Wesens zukomme, wenn sie vielmehr stets Verschiedenheiten zeigenmuß, wie z. B. Mensch und Vogel (denn die Zweisüßigkeit ist dochbei beiden eine andere und verschiedene, und wenn sie auch beide blut-führend sind, so ist doch auch das Blut verschieden oder mau darf dasBlut nicht für etwas Wesentliches halten); wenn dem aber so ist, sowird das eine Merkmal zweien zu Grunde liegen. Wenn aber dieses,so ist es klar, daß unmöglich Mangel ein Merkmal sein kann. Eswerden aber die Merkmale an Zahl den untheilbaren Thierarten ent-sprechen, wenn nämlich jene wie diese untheilbar sind, und ein gemein-sames nicht vorhanden ist. Wenn aber möglicherweise kein gemeinsamesMerkmal zugleich untheilbar ist, so ist es klar, daß sich die Thieredurch das Gemeinsame in derselben Abtheilung befinden werden, ob-gleich sie der Art nach verschieden sind. Darum ist es nothwendig,daß, wenn die Merkmale- unter welche alle diese Arten fallen, eigen-, thümlich sind, keins von ihnen ein gemeinsames sei. Im entgegen-gesetzten Falle werden verschiedene Thiere unter dasselbe Merkmal fallen.Es darf also weder dieselbe untheilbare Thierart unter dieses und jenesder gewählten Merkmale fallen, noch unter dasselbe verschiedene, undes müssen auch alle unter dieselben kommen. Sonach ist es offenbar,daß die untheilbaren Arten nicht in der Weise zu erhalten sind, inwelcher die Dichotomirenden die Thiere oder irgend ein anderes Ge-schlecht theilen. Denn nach ihnen müßten die letzten untheilbarenMerkmale an Zahl allen untheilbaren Thierarten gleich kommen.Denn gibt es z. B. ein Geschlecht, dessen erstes unterscheidendes Merk-mal das Weiße (und das Schwarze) ist, und jede der entstandenenGruppen hätte ein neues bis zu den untheilbaren Arten hinab, sowürden der Endglieder vier sein oder ein anderes Product aus zwei,und gerade ebenso viele Arten gäbe es auch. Das Merkmal istaber die Form im Stoffe. Denn weder ist irgend ein thierischer Theilohne Stoff, noch bloß Stoff allein. Denn weder der Körper nochirgend ein Theil desselben wird unter allen Umständen lebendig sein,wie schon öfter bemerkt wurde. Ferner muß man nach dem Wesent-lichen, nicht nach dem für dasselbe Accidentellen eintheilen, wie etwa,