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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
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Erstes Kapitel.

Sei einer jeden Betrachtung und Untersuchung, gleichviel einesniedrigem oder erhabener» Gegenstandes, scheinen zwei Arten des Ver-haltens statt zn finden, von denen man die eine süglich als theoretische,die andre als eine gewisse praktische Bildung bezeichnen könnte. Dennnur der Gebildete vermag gehörig und treffend zu unterscheiden, wasder Vortragende richtig oder unrichtig darstellt. So muß denn, meinenwir, auch der vollkommen Gebildete sein, so wie Bildung die Fähig-keit, das Genannte zu leisten. Wie wir nun aber diesen, einzig inseiner Art Dastehenden, so zu sagen für alles als den Beurtheiler be-trachten, so auch einen andern für ein bestimmtes Naturgebiet; dennes könnte ja ein andrer in demselben Umfange, wie wir es forderten,für einen Theil befähigt sein. Es ist sonach offenbar, daß auch dieNaturgeschichte gewisse derartige Grundzüge haben muß, auf welchezurückgehend man die Art des Dargestelltcn auffassen kann, ganz ab-gesehen davon, wie weit dasselbe richtig ist, ob so oder anders.

Ich frage nämlich, ob es nöthig ist, ein jedes Wesen einzeln zubehandeln und gegen das andere abzugrenzdn und z. B. die Natur desMenschen, Löwen, Ochsen und dergleichen jedes einzeln vorzunehmen,oder vielmehr das allen gemeinsam Zukommende in gewisser, gemein-samer Weise zu Grunde zu legen. Denn es haben ja viele von ein-ander verschiedene Gruppen vieles mit einander gemein, wie Schlafen,Athmen, Zu- und Abnehmer;, Sterben und überhaupt alle sonstigen

Aristoteles, Th. d. Thiere. 1