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Wand und jede Säule bedeckender Sculpturen desmannichfachsten und reichhaltigsten Inhalts, der fastunbegreiflich erhaltne Glanz und Reiz der Farben ineinigen Sälen, namentlich im Pronaos des großenTempels, wo ohne die hier theilweis ausgeübtegewaltsame Zerstörung der Christen zwanzig Jahr-hunderte kaum eine Spur ihres Dascpns zurück-gelassen haben würden! Wie, sage ich, überraschtund entzückt dies Alles von neuem, selbst wenn man,wie wir, das Höchste ägyptischer Kunst schon frühergesehen. Wenn Großes dem Kleinen verglichenwerden darf, so möchte ich sagen: Philä verhaltesich zu Theben wie die Farnesina zum Pallas! Farnese.Es ist nicht mehr die fast göttliche Erhabenheit, derfast schauerliche Ernst der Tempel von Karnack undLuror — dafür aber tritt uns eine noch erhöhteZierlichkeit, mehr Abwechselung, eine behaglichereLieblichkeit, wenn ich mich so ausdrücken darf, in denvorliegenden Räumen entgegen, die erste Spur desbeginnenden Ueberganges zum verhältnißmäßig Mo-dernen. Und grade dieser Styl däucht einem hier,man weiß kaum selbst warum, so ganz an seinemPlatze — vielleicht als wohlthuendcr Contrast mit