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2 (1844) Ober-Aegypten
Entstehung
Seite
136
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die Räuber aufzusuchen, und ihnen das Handwerkzu legen. Mein Onkel mußte gehorchen, begab sichaber vorher selbst zum Pascha, um diesem vorzu-stellen, daß all sein Hab und Gut zu Grunde gehenwürde, wenn er cs fetzt so Plötzlich und auf unbe-stimmte Zeit verlassen müsse, da Niemand in seinerFamilie sep, dem er es anvertrauen könne. Zugleichschützte er seine eigne Unfähigkeit zn einem solchenCommando vor, und nahm davon Gelegenheit, mich,der des Krieges schon gewohnt und unternehmendsey, statt seiner dazu vorzuschlagen. Es gelang ihm,den Pascha zu überreden, ich selbst verlangte nichtsBesseres, und hatte wirklich das Glück, die Räubernicht nur in die Flucht zu schlagen, sondern anchnach kurzer Verfolgung ihr Fahrzeug zu entern, undAlle, die nicht niedcrgcmacht wurden, zu Gefangenenzu machen. Für diese That ward ich schon imzwanzigsten Jahre zum türkischen Seekapitain ernannt.Ein so schnelles Steigen erweckte mir indcß vieleNeider, und sogar die Eifersucht meines Onkelsselbst, der mich einige Zeit darauf, vielleicht nichtin der besten Absicht, nach Aegypten sandte. Wiewenig ahnete ich damals, zu welchen Schicksalen ich