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armen Knaben betrauert, der so tragisch und nutzlosein junges Leben hingeben mußte! Auffallend wardagegen die Gefühllosigkeit der Matrosen bei diesemherzzerreißenden Vorfall. Unser Nais (Schiffscapi-tain) schien sogar eine abergläubische Zufriedenheitdarüber zu empfinden. „Jetzt wird die Reise glück-lich sepn,« sagte er mit geheimnißvollcr Miene zumeinem Dragoman, „denn der Nil hat sich seinOpfer im Voraus geholt. Dies retten zu wollen— ist immer vergeblich!«
Erst gegen Abend, als alle Hoffnung des Wie-derfiudcns verschwunden war, setzte ich mit schweremHerzen meine Reise fort.. Wir befanden uns vorVeni-Suef, wo ich beim Gouverneur meine Dcposi-tion zurücklicß, mit allen nöthigcn Aufträgen zuweiterer Nachforschung, wie zur Bestattung des Leich-nams, sobald er ausgcmittclt sepn würde, nebst derBitte, mich so schleunig als möglich von dem Ge-schehenen in Kenntnis zu setzen. Doch habe ich bisheute, wo ich dieses Eapitel meiner Reise im Kö-nigreich Sennar ins Reine schreibe, keine weitereNachricht von dem armen Jungen erhalten können,
Mchcmcd Ali's Reich. I. 4