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2 (1844) Ober-Aegypten
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bigkeit, welches ich jedoch nicht zu bemerken schien bis sie nach Sonnenaufgang ihr Silberstimmchenvernehmen ließ, und auf das Rührendste in Abpssi-nischer Sprache um Erlösung bat, was ich demSinne nach sehr gut, wenn auch von den Wortennur die wenigen verstand, welche ich bereits nachund nach von ihr gelernt hatte. Noch eine Weilespielte ich den Fühllosen, dann ließ ich mich erbittenund schob den Riegel weg. Verweint und lieblich,so verführerisch drappirt als sie es nur verstand,setzte die Gefangene behutsam ihren schönen nacktenFuß auf den Teppich, folgte langsam mit dem an-dern nach und drückte, sich niederwerfend, ihre Stirnauf meine Füße. Ich hatte die größte Mühe, sienicht gleich wieder von neuem zu verderben, aberich blieb standhaft, spielte nur die Nolle des Men-tors und von diesem Augenblicke an ist sie immer sanft,gut und folgsam geblieben, und seitdem wir unsauch eine Separatsprache gebildet haben, brauche icheinen Rückfall kaum mehr zu fürchten. Ja, ich darfsogar ohne Arroganz glauben, daß sie mir jetzt wirk-lich mit aufrichtiger und zärtlicher Neigung zugethanist (immer in allen Ehren, versteht sich), worin sich