achse einst über 400 Fnß betrug, doch die Propor-tionen sowohl der Pylonen als der Säulen nur vonsehr mäßiger Größe. Die Pylonen, welche HerrNuppel „ungeheuer" ncnut, können, nach dem znurtheilcn, was noch davon übrig ist, kaum 50 Fußhoch gewesen seyu, und die größten Säulen, welchederselbe Reisende als „Kolossal-Säulen" auf--führt, haben nicht viel über drei Fuß im Durchmesserbei einigen und zwanzig Fuß Höhe. Nur eine davonist noch ganz stehen geblieben. Auch sind Architekturund Sculptur den ägyptischen Meisterwerken dieserArt sehr untergeordnet. Was aber sehr merkwürdigdaran erscheint, ist die bedeutende Verschiedenheitdes Styls und vieler Eigenthümlichkeiten im Ver-gleich mit rein ägyptischen Bauten, obgleich dennochder charakteristische Typus des Ganzen derselbe bleibt.Wiewohl nun die hiesigen Tempel gewiß nicht soalt sind als die Bauwerke in Theben, ja weit ent-fernt davon, so will ich doch, nachdem ich dieseRuinen und hierauf die des alten Meroe gejehen,nicht gänzlich bestreiten, daß die ägyptische Baukunstin ihrem ursprünglichsten Beginne vielleicht aus denäthiopischen Ländern herstammen könne, wohin sie
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