54
hatte, setzten wir uns unter der Leitung des jungenSchechs sogleich in Marsch nach den Ruinen. Sointeressant und merkwürdig diese nun auch in vielerHinsicht sind, so haben doch nicht nur Cadalvöne,sondern auch Herr Nuppel, der eine ausführlicheBeschreibung davon gibt, ihre Schilderung derselbenein wenig zu poetisch eingerichtet, so wie ich dennüberhaupt von allen mir bekannten Reiscbcschrcibun-gcn über diese Länder hauptsächlich nur Burkhards,Linant's und Caillaud's Nachrichten als stets voll-kommen genau und wahr erfunden habe.
Die ganze Masse der Tcmpclruinen liegt dichtvor der, dem Flusse zugewandtcn breiten Seite desBerges, so daß man sie mit einem Blick übersehenkann. Dennoch ist ihr Totaleiudruck nichts wenigerals imposant, nur die hinter ihnen über 400 Fußsenkrecht emporsteigende, rothgefärbte Felsenmaffedes Barkal ist cs, und diese Nachbarschaft verkleinertnoch die Ruinen. Auch als wir in die unmittelbareNähe derselben kamen, und die Ucberreste des größ-ten, am weitesten südöstlich zur rechten Seite ge-legenen Pallasttempels betraten, fanden wir, obgleicher einen großen Raum einnahm, und seine Längen-