51
ein besonders blühendes Ansehen und eine sichtlichgrößere Wohlhabenheit der Einwohner aus. DieDörfer waren besser gebaut als bisher, die Felderim schönsten Flor, und zahlreiche Heerden belebtendie Ufer. Meravi selbst besitzt einige recht stattlicheHäuser, unter denen die neue Jndigofabrik den erstenPlatz einninnnt.
Unsre Hauptaufmerksamkeit blieb jedoch immeraus die isolirte, viereckige Gestalt des geheimniß-vollen Dschebel-Barkal gerichtet, an dessen Fuß diereiche Stadt Napata stand, welche die Römer mitihrem gewöhnlichen Vandalismus zerstörten, um sichan der Königin Candace zu rächen, weil sie dieBildsäulen des Kaisers an der Grenze Aethiopienshatte umwcrfen lassen. Dieser heilige Berg, wosich seit den urältestcn Zeiten der Sitz eines be-rühmten Orakels befand, war schon mehrere Stunden,bevor wir Meravi erreichten, scheinbar quer vordem Nile liegend, der hier einem weiten See gleicht,am Horizonte sichtbar geworden. Unsre Neugierdewar zu hoch gespannt, um uns länger, als wir zurBesorgung der nöthigsten Provisionen bedurften, in
Meravi aufzuhalten, und wir setzten daher zeitig
4 s