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Anmerkungen.
Radecky's Tagsbefehle Aufrufe und Antwortsschreibcn ans den Jahren 1848 und 1849verdienten wohl eine eigene Sammlung; jene des k. k, Hauptmanns A. B, G avend a(Prag, Belimann, 1856, zweite Anstage) ist in jeder Hinsicht lückenhaft.
150) S. 222. Gerechtigkeit für Polen; Sendschreiben an C. M. Arndt .ic. vonL. Köuigk (Leipzig, Verlags-Bureau, 1848). Das Schriftchcn ist datirt aus „Frank-furt a. M. den 29. Mai 1848/'
151) S. 222. Wenn wir hier und an ander» Stellen von „galiziscken Abgeord-neten" sprechen, haben wir selbstverständlich nur die Mehrzahl derselben im Auge.Unter jene», die sich in der eben besprochenen Angelegenheit und in andern gleichenSchlages von ihren Landesgenoffen trennten, befand sich Graf Zdislaw Z amopski, der ineinem aus Gräfenberg 22. Oktober 1848 an seine Wähler gerichteten Briefe (in böh-mischer Übersetzung abgedrnckt in klär, dlorvin)- Nr. 177 v. 4. und 178 v. 5. No-vember) die Allianz seiner Berufsgenoffe» mit den Schildträgern der deutschen Einheits-Idee als einen bedauerlichen Fehlgriff bezeichnest. Denselben Tadel sprach der Ver-fasser der „deutschen Hegemonen" ans, wo es S. 44 heißt: „Die Polen hatten — her-aus mit dem bitterschmerzlichen Geständniß! — weder die Pfiicht noch das Recht inder Aula zu sein". Zn der entschiedensten Weise aber warf die Slovanffa Lipa ineinem am 18. Nov. an die Polen gerichteten, von ?. Wenzel Stnlc abgefaßtcn Auf-rufe lMr. dlorv. Nr. 192 S. 755 s.) den galizischen Abgeordneten jenes »»natürlicheBündniß vor: „Brüder Polen! Im Vertrauen ans die Verheißungen unserer Feindehabt Ihr Euch unter ihre Fahnen gestellt! Bethört durch die verlockende Stimme jenerverdammenswerthen Politik (^koreLeuä onä Politik^), die, Freiheit Gleichheit undBrüderlichkeit verkündend, Sclavenketten schmiedet, Gefängnisse in Bereitschaft hält,Galgen für treue Slavensohne errichtet, habt Ihr Euch der Schaar unserer ärgstenFeinde beigesellt, die mit allen Kräften das Verderben des Slaventhums anstreben!"
152) S. 222. Gerando a. a. O. S. 889 s. — Hiehcr gehört auch der Stoß-seufzer, der dem bekannten Grafen Zap einst entschlüpft sei» soll: „Ach wie gut wärees, wenn sich Ungarn nnd Polen vereinigten wie zn Ludwig des Große» Zeiten: dannwäre Österreich fntsch!"
158) S. 223. Die eigenen Worte Friedr. Szarvady's in dessen Vorwort znLadislans Tclcki'S „Die Ereignisse in Ungarn" er. (Leipzig, 1849, Keil L Comp.)S. 1 u. S. 5. — Graf Teleki schmeichelte sich dazumal, als „Vertreter der ungari-schen Regierung bei der französischen Republik" zn fnngiren, nnd Szarvady Unterzeich-nete sich als „Secrctär der ungarischen Legation in Paris."
154) S. 226. Eine Reihe der ans die Sendung Szalay's bezüglichen Documcntcveröffentlichte der „Lloyd" 1849 Nr. 475, 479, 480, 484, 486, 492 vom 6. bis17. Oktober.
1546) S. 281. Die Redner von dieser Seite, mindestens die österreichischen, warenauch an Jahren meist jung nnd, wie man ihnen damals nachsagte, vielfach unreif;siehe z. B. die Schilderung der Gesellschaft im „grünen Baum" („Gränzboten" Bd. IVS. 483), wo cs u. a. heißt: „Wicsncr, der perpetnclle Besitzer des bekannten fort-laufenden Beifalls, unter allen Schrecklichen der Schrecklichste in der Kunst derLangweile, unter allen österreichischen Literaten der Verrückteste, und das will vielsagen. Dennoch verehren ihn seine Landsleute und Glaubensgenossen als den Heilandder neuen Zeit. Die beiden Nachbarn, welche seinen Reden so bereitwilligen Beistandschenken, sind Berger und Joseph Rank, ebenfalls Österreicher nnd die jüngsten Mit-glieder des deutschen Parlaments; blonde Knaben, voll stolzen Selbstgefühls der väter-lichen Ruthe glücklich entronnen zn sein, Ncskvögel die die Eierschale noch ans dem