Anmerknngc».
390
gibt keinen Republikaner in Frankreich der an die Möglichkeit einer Dauer der Republikglaubte, und keinen Royalisten der an eine Möglichkeit baldiger Herstellung der Mon-archie glaubte". Raumer a. a. O. znm 19. November. — Hierher gehört auch derAusspruch Bngeand's: „Eavaignac ist die Republik, Louis Napoleon das Unbekannte',ich stimme für das Unbekannte".
60) S. 127. Die untere Geistlichkeit gerietst dadurch mitunter in arge Verlegenheit,wie jener Landpfarrer mit dem „snlvrim Ins"; „rsAem" konnte er nicht setzen, „rsm-piiblisnm" wollte er nicht, also sang er: „Ilnmiim salvirm Ins — 6,-rvm'g'lme".
61) S. 130. In gleich wegwerfender Weise hieß cs einige Tage später in der„Times" über das Wahl-Manifest Lonis Napoleon'ö: „Die Adresse ist vorzugsweiseconservativ. Statt eine Gedächtnisrede ans Napoleon zn sein, kann sie vielmehr alsein Schatten Cavaignac's bezeichnet werden. Die beiden Bewerber machen die nämlichenVersprechungen. Aber bei den: Einen sind wirkliche Bürgschaften, daß sie auch ansgc-fnhrt werden, vorhanden, bei dem Anderen nicht. Cavaignae hat ein Recht die Fort-setzung seiner biskerigen Politik zn versprechen: Lonis Napoleon hat nur durch Nach-sicht der Artigkeit das Recht etwas zn versprechen, da er die Schwierigkeit seines Unter-nehmens noch gar nicht kennt. Ein Mann, welcher ohne alle Erfahrnng in öffentlichenAngelegenheiten irgend einer Art ist, kann eben so wenig versprechen, daß er ein Volkregieren werde, wie er eine Armee in einem feindlichen Lande anführcn kann. EinKind kann großmüthige und zweckmäßige Eindrücke in steh anfnehmen und kann, wennsein Mitgefühl für einen vaterlandsliebenden Herrscher, dessen Geschichte es eben gelesenhat, stark angeregt ist, mit Aufrichtigkeit und mit Einsicht erklären, wie cs ein Landregieren wolle. Lonis Napoleon ist höchstens ein solches Kind".
62) S. 131. Schrieb doch selbst Raumer znm 29. November: „Ludwig Bona-parte hat sich ein Manifest machen und es gestern verkündigen lassen". Und in gleichemSinne hieß es in dem o. a. Times- Artikel, cs sei eben „eine Adresse, wie diejelbe»Rathgeber sie dem General Cavaignac hätten in den Mund legen können, und ihmauch in den Mund gelegt haben würden, wenn er ihre Unterstützung in Anspruch ge-nommen haben würde". Lonis Napoleon, der doch schon mehrfältig als Schriftstellerausgetreten war, wollte man nicht einmal zntrancn, daß er sein Wahl-Manifest selbstaufgesetzt habe!
63) S. 133. Das Wort rührte eigentlich von einem ehrsamen Hamburger her,der ans die Nachricht von den Februar-Ereignissen in Frankreich ausrief: „Ich bin zualt um nach Paris zn gehen; aber wenn die Pariser zn mir kämen, wollte ich ihnendurch unsere Republik beweisen, daß die republikanische Regicrnngssorm die schlechtestevon allen ist, so lang nicht der Mensch znm Engel wird".
61) S. 134. Vgl. damit blormand)- II. S. 158, wo er über die „impossibilitz-ok a, Uspublie in Idi-Nims" schon im Anglist bemerkt: „1 NM snrprlssck nt tim extsntto evIUoU tliis ecmvietmir Uns alrsnck)- rsnsbecl, niick rvliieli Uns Imkn soukirmsil tc>ms 6/ ocmticleirti'nl sommiimeatlcms".
65) S. 134. Bamberg S. 468: .... „Nationalgarden ans den Provinzen,unter ihnen Menschen von linkischem Aussehen, die alles anglotzten und vor jedemPrachtdenkmale zn sagen schienen: Das haben wir mit unser» Stenern bczablt! Manüberschätzte ihr Verdienst, indem man sagte: ,Die Braven haben Weib und Kind ver-lassen, um uns zn Hilfe zn eile»'. Denn sie waren eigentlich mir sich selbst zn Hilfegeeilt". Ganz richtig!
66) S. 135. „Im (Uscnisslcm clir ,ckroit cls travaip otkrlt cloim Is LMAiiUsr-ssestaslo gim, ck'im cötä, tsnt 1s moncks attagim Is soomlmum tanclis grie, cls