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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Anmerkungen.

Losungsworte der Freiheit auf dem größten Theile der Halbinsel drücke und die eigent-liche Meinung der Bevölkerung nicht anfkommen lasse, und fährt fort:So bleibt derunermeßlichen sehr unkriegerischen Mehrheit der ehrlichen Leute nichts anderes übrig,als mit ihren Thränen und Gebeten die Ankunft der Barbaren vom Himmel zu erstellen.Deßhalb wirkte auch die Nachricht vom 6. Oct. in Nom wie ein Donuerschlag, und alsdie Kunde von dem Siege des Fürsten Windischgrätz cintraf, rief mir einer meinerBekannten jubelnd zu: bloti^ia belloissima, Vienna e prosa". Znm Schluffe heißt eS:Meiner Meinung nach würden 56000 Man» disciplinirter Truppen, wenn derSchrecken Radeckh's vor ihnen hcrginge, überflüssig genügen, die Ordnung von Ferrarabis Terracina wieder herznstcllen und die jetzigen Gewalthaber spurlos, wie wenn sienie dagewesen, zu verscheuchen. Dann würde die Welt mit Beschämung inne werden,vor welch' einer winzigen Schaar von Revolntionsmcnschen die politischen Autoritäten,in Italien wie anderswo, von panischem Schrecken ergriffen im Jahre 1846 das Feldgeräumt haben".

47) S. 117. Das gestehen selbst Schriftsteller von demokratischer Richtung, z. B.Held S. 376, mehr oder minder nnumwnndcn ein; vgl. Iwan Golowin Das revo-lutionäre Europa (A. d. Fr. Leipzig, Thomas 1849) S. 313:Das Land war sebraufgereizt, in Halle, in Breslau fanden Consticte statt; aber im allgemeinen hatte dieMaßregel (des Steuervcrweigcrnngs-Bcschlusscs) nicht den gewünschten Erfolg, da dieVersammlung nichts gcthan sie auf eine nachhaltige Weise zu unterstützen".

48) S. ll7. S. dessen Erklärung in der Deutschen Chronik für das Jahr 1848(Berlin, Hayn, 1849) S. 153155:In allen konstitutionellen Staaten habe derRegent die freie Wahl seiner Minister und müsse sie haben, denn sie seien Vertreterder Krone; die National-Versammlung habe der König ans eigener Machtvollkommen-heit »ach Berlin berufen, er könne sie also ans gleicher Machtvollkommenheit nach einemandern Orte verlegen; in Betreff des Belagcrnngsznstandes gebe cs kein Gesetz, das dieRegierung dießfalls beschränke; die Anklage des Ministeriums setze ein bestehendesStaatsgrundgesetz voraus, das nicht eristire; nnd was den angeblich von den Ministernbegangenen Hochverrats! betreffe, so sei dieses Verbrechen seinem Begriffe nach immergegen die Regierung gerichtet, allein niemals könne die Regierung gegen sich selbsteinen Hochverrats; begehen". Selbst Held a. a. O. S. 370 kann nicht umhin ingleichem Sinne sich anszusprechen:Erstens gab es noch gar kein Gesetz über die Ver-antwortlichkeit der Minister; nnd zweitens gab cs noch gar keine Verfassung, mithinauch kein Attentat gegen eine solche".

49) S. 1l9.Der famose Name des nencn Herrn Polizei-Präsidenten wird inunfern morosen Belagerungszustand wieder einige Heiterkeit bringen".

50) S. l19. Als es am 19. in Trier zu Reibungen des Pöbels mit dem Militärkam, erschien Tags darauf ein Placat des stellvertretenden Regierungs-Präsidenten, worinu. a. nachstehende drastische Stelle zu lesen war:Der eigentliche Kern derjenigen, diegestern den Spektakel machten und das Militär bis zur Thätlichkeit reizten, läßt siel'ziemlich erschöpfend in folgende Bcstandtheile anflösen: l) Betrunkene, 2) anerkannteLumpen, 3) verwahrloste Jungen. Dennoch habe ich den beliebte» Knnstansdruck, selbstaus gebildetem Munde, hören müssen, das Militär sei mit dem ,Volk' im Streite. Dasist mir ein sauberes Volk!"

51) S. 119. Wc'lcker am 30. November in der Paulskirche; Stenogr. Ber. V.S. 3693.

52) S. 120.Frankreich war mit Cavaignac gegen den Socialismns, aber