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III. 7. Ermcimiling — Vcrmiswescn — Selfgovernment.
Wirksamkeit der Landtage in dem bunten Wirrsal der Ereignisse undZustände nicht überall aus, und so sproßte zum Thcil neben ihnen,noch mehr aber in jenen Ländern deren constitntioncllc Bcrtrctnngskörpcrnicht in Thätigkcit gesetzt waren, das Vereinslcbcn in den verschiedenstenGestalten ans dem Boden. So tauchte in Brünn ein „Sichcrhcitsans-schuß" empor, der Angelegenheiten jeder Art in seine Hand nahm, KlagenBerufungen und Beschwerden von allen Seiten vor seine Schrankenkommen ließ, sich mit den verschiedenen Behörden des Landes und derStadt in regelmäßigen Verkehr setzte und noch bis in den Novemberhinein, während sein Muster und Vorbild in der Reichshauptstadt schonlang den Weg alles Irdischen gegangen war, seine Sitznngs-Protocolleneben den landtäglichcn in der „Brünner Zeitung" veröffentlichte. Häu-figer waren Vereine die sich, wie cs die Noth der Zeit brachte, znmZwecke setzten, den verschiedenartigen Ausartungen des Tages ans staat-lichem religiösem literarischem Gebiete entgegcnznwirkcn. In Wien hattensich in der zweiten Hälfte des Jahres mehrere „constitntioncllc Vereine"gebildet, die eigentlich Vereine conscrvativcr österreichischer Patriotenwaren und darum von der radicalcn und dcutschthümclndcn Partei als„schwarzgclb" bezeichnet wurde». Sic litten an dem gewöhnlichen Ge-brechen der conservativcn Richtung: sic kamen selten über die Negativehinaus; das bloße Erhalten Sichern Schützen ist etwas wofür mansich nur unter besonder,! Umständen erwärmen kann, und selbst dannbeschränkt sich die Leidenschaft ans bloße Abwehr. Die Angriffe und Ge-fahren, denen die katholische Kirche, ihre Organe und Einrichtungen aus-gesetzt waren, gaben den Katholikcn-Vcrcincn Entstehen, deren erster ansösterreichischem Boden, wenn wir nicht irren, in Linz zustande kam.Anfangs Juli trat einer in Wien ins Leben, von dem berühmten Kan-zelredner und theologischen Schriftsteller vr. I. E. Vcith angeregt; eineigenes Vercinsblatt „Aufwärts" wurde von Vcith und 1>r. M. A.Becker rcdigirt. In diese Kategorie gehörte auch der im Spätjahr 1848von Ferdinand Ritter von Mitis begründete Volksschriften-Bcrcin, dessenZweck dahin gerichtet war, den Einflüßen der schlechten Presse durchVervielfältigung und Verbreitung guter volksthümlicher Schriften cnt-gegenzuwirken und dadurch die sittliche und politische Volksbildung, diewährend der letzten Zeitläufe auf so vielfältige Abwege verleitet wordenwar, zu heben. Der Zweck war zeitgemäß, die Theilnahme vom erstenAugenblicke eine rege°").