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III. 5. Einbuße geistiger und materieller Interessen.
Verhältnisse erlitten, die mannigfachsten Vorschläge aufgetaucht und wiederbeiseite gelegt worden waren — Einführung einer Hauszinsstcuer, einerFensterstcuer und, wohl am ungeschicktesten in einer Zeit wo eben allerAufwand geschwunden war, einer Luxussteuer auf Kutschen PferdeHunde — und da auch die Contrahirung einer städtischen Anleihe unterden obwaltende» Umständen keinen besonder» Erfolg zu versprechen schien,faßte das Stadtvcrordneten-Collegium am 4. November den Beschluß,städtische Wcrthzcichcn zu 10 und zu 20 kr. im Gesammtbctragc von100.000 fl. C. M. zu emittiren, eine Maßregel die vom Publicum undvon der Geschäftswelt mit allgemeinem Beifall aufgenommen wurdet").In ähnlicher Weise beschloß um die Mitte November der Gcmeindcrathvon Laibach, lithographirtc Bons zu 3, 5, 10, 15 und 30 kr. unterHaftung der Stadtgemcindc zu verausgaben, welche für Banknoten um-getauscht und bei eintrctcndcr Besserung des Geldmarktes wieder einge-zogen werden sollten.
An Orten, wo derartige Nothzeichen nicht zur Verfügung standen,griff das Publicum zu einem ganz eigenthümlichen Auskuuftsmittel.Ohne die geringste Bürgschaft dafür zu haben ob sich die Regierung soetwas werde gefallen lassen, fing man an die Einguldcn-Notcn erst inHälften^) und dann sogar in Viertel zu zcrthcilen und diese für 30und 16 Kreuzer gelten zu lassen, und die Nationalbank fand sich in derThnt veranlaßt diesen Act derNvthwehr dadurch zu sanctivnircu, daß sic„die Umwechslnug solcher Thcile gegen ganze unbeschädigte Banknotenbei allen Bankcassen" verfügte und übcrdieß mehrere achtbare Handels-firmen in sämmtlichen Vorstädten Wiens dazu vermochte, „derlei zer-stückelte Banknoten zu 1 und 2 fl. für Rechnung der Bank gegen ganzunbeschädigte zu vertauschen^").
Dem augenblicklichen Bedarf war durch solche Mittel allerdingsabgeholfcn; sic hatten aber nichts destowcnigcr ihre nachtheiligen Folgen.Das österreichische Volk ist von Haus aus wenig zur Sparsamkeit ge-neigt; lumpige Werthzeichen wie sie damals cnrsirtcn waren vollendsgeeignet dem Hang zum Gcldausgcben Vorschub zu leisten. Lumpig injedem Sinne des Wortes; auch indem, daß durch oftmaliges Übergehenaus einer Hand in die andere, darunter nicht immer die reinsten, oft sounsaubere Fetzen daraus wurden, daß man schon um desseuwillen dieerste Gelegenheit ergriff ihrer wieder los zu werden. Dabei waren sicschnellem Verderb ausgesetzt, geriethen leichter in Verstoß oder Verlust