Räubereien und Diebstähle.
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daß cincrscits die Beschädigten unter den bedrohlichen Zuständen jenerTage mehr cingcschüchtcrt und von ernsteren Sorgen in Anspruch genommenwaren um über jeden Fall erlittenen Verlustes sogleich Anzeige zu erstatten,und daß andrerseits die Behörden weniger Macht und mitunter auchweniger Muth hatten den zahlreichen Übclthätcrn nachznspürcn und sicvor ihre Schranken zu ziehen. Um so mehr bekamen die Gerichte in denJahren darnach zu thun, als die geordneteren Verhältnisse ihr Ansehenwicdcrhergcstcllt hatten und viele von jenen die damals geschwiegen nundesto eifriger mit Anzeigen aller Art bei der Hand waren. Inden andernvon der Revolution hcimgcsnchtcn Ländern stand cs in diesem Punktegenau so wie bei uns. So war ans Berlin die Klage zu vernehmen,daß räuberische Einbrüche besonders bei Nacht trotz der sonst trefflichenSchutzmannschaft zu den gewöhnlichen Erscheinungen gehörten, daß Brand-legungen an der Tagesordnung seien und die Beiträge der Feuer-Assecu-ranz die dreifache Summe anderer Jahre überstiegen re. Auf der apcnni-nischcn Halbinsel gab cs den größten Thcil des Jahres 1848 fast keinePolizei, keinen richterlichen Arm. Auf der einen Seite nahmen Nothund Verarmung, auf der andern Diebstahl Raub Mord in wahrhaft er-schreckender Weise überhand. In und um Bologna waren nächtliche Ein-brüche und Anfälle etwas gewöhnliches. In Florenz ebenso, die Kirchenselbst waren durch Räuberhändc bedroht; „die Frechheit unbekannten Ge-sindels auf Straßen und Spaziergängen", so klagte man in der toscani-schcn Hauptstadt, „nimmt täglich zu, und unter unfern Augen wächst einProletariat heran, von welchem das Land bisher nichts wusste"^"). InRom bekam man alle Augenblicke von gewaltsamem Hänscrcinbruch zuhören. „Mit dem Zurücktrctcn des geistlichen Regiments", so ließ sich einBerichterstatter der A. A. Ztg. vernehmen-"), „nimmt in vollkommengleichem Verhältnisse das materielle Elend zu. Die Stimmung bei dernieder» Volksclasse ist eine äußerst gedrückte. Selbst an Festtagen gehtcs an den herkömmlichen Versammlungsorten sehr still zu. Statt dessendurchziehen Diebsbanden die Stadt und plündern mit systematischer Frech-heit. Der Gedanke vor dem frcmdcnlccrcn Winter erfüllt viele mitGrauen" re. In der Gegend von Genna nahm cs mit Räubereien ansder Landstraße seinen Anfang, dann zog sich das Unwesen in die Stadt;Häuser und Läden waren vor den Eingriffen des frechen Gesindelsnicht sicher.
Was jedoch ein viel ernsterer Vorwurf war, den man den Ein-
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