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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Widersacher der nationalen Gleichberechtigung.

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deckt und sie feierlich anerkannt hat"'"). So weit als die Polen denRnthencn gegenüber gingen nun wohl die Deutschen ihren slavischcn Mit-bewohnern gegenüber nicht; allein von einem -gleichen Recht derselbenwollten auch sie nichts wissen.Haben sie nicht für sich ihre Sprache?Haben sic nicht mit uns die politische Freiheit? Was wollen sie noch?"Die Gleichberechtigung, welche die Slaven mit den Deutschen verlang-ten, wurde als ein anmaßendes Streben nach einem Vorrecht über dieDeutschen, nach einer ungebührlichen Herrschaft über dieselben ausgelegt.Wenn einmal das Dentschthnm anfhöre über den andern österreichischenNationalitäten zu stehen, so könne, schien man deutscherseits zu meinen,nichts anderes eintretcn als daß die Deutschen unter dieselben zu stehenkämen; und dürfe man so etwas ertragen?Kann sich Österreich einesolche Umwandlung seiner Staatsverwaltung in eine slavische, eine solchtrostlose Abhängigkeit von einer minder gebildeten und feindselig gestimm-ten Nationalität gefallen lassen?!""«)

Aber man ging noch weiter. Man beschuldigte die Führer der slavischcnNationalen, ein Ding in den Vordergrund zu schieben, das eigentlich fürsich gar keine Berechtigung und keine stichhältige geschichtliche Grundlagehabe. Es sei ein Stück mittelalterlichen Wildfangrcchtcs, das der natio-nalen Anschauung zu Grunde liegt; der vasallische Stolz der territoria-len Abstammung sei, wofern er sich nicht auf ein großes Classen-Jnter-cssc stützt, eitel Täuschung Schwärmerei und Sclavcnsinn; der Kammer-diener brüste sich mit seiner Herrschaft und der Knecht wisse sich vieldarauf, daß er gerade dem und keinem andern Herrn angchört""). Diedcntsch-radicalcn Blätter hörten nicht ans den Slaven es zum bitternVorwurf zu machen, daß sic die Nationalität über die Freiheit setzten,daß sie dadurch die Kraft ihres Volkes lähmten, dessen Anstrengungenzersplitterten,anstatt sich unbekümmert um die Vornrthcile der Geburtzur Bekämpfung und Hinwcgränmung privilcgirtcr Vorrechte zu verbrü-dern und bloß das gleiche Menschenrecht anzuerkcnncn". Als ob derjenige,der sich in seinem freien Menschenrecht gekränkt fühlt, sich, um desselbentheilhaftig zu werden, erst seiner angcbornen Sprache entäußern und einefremde ancigncn sollte?

Dabei war nicht zu übersehen, daß diese und ähnliche Vorwürfevon Solchen ansgingc«, die ihrerseits von dem herrschenden Nationali-täts-Fieber in nicht minderen: Grade ergriffen waren und die sich höchlichdarüber würden anfgchalten haben, wenn man ihnen die Zumuthnng