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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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256 II. 7. Nationale Gleichberechtigung n. staatsrechtliche Föderation.

ein: der österreichische Staat wurde wesentlich durch sie gerettet. Geradejene Stämme, die allen Grund hatten einer Negierung abhold zu seindie sie in ihren lebensvollsten Interessen verkürzt und gehemmt hatte,gerade sie waren cs, die jetzt in der Stunde der Gefahr einstaudcn fürÖsterreich und ausharrtcn als feste Stützpfeiler des von allen Seitenerschütterten Staatsgebäudes. Österreichs Flotte war mit dem AbfallVenedigs verloren, wenn nicht der dalmatinische Matrose seinen treu-brüchigen wülschcn Kameraden und Officieren einen Damm setzte undaller Vcrlocknngsversuche ungeachtet treu bei der Flagge aushielt, derer den Eid geleistet. Daß die Serben sich nichts besseres verlangten alsösterreichisch zu bleiben, bewiesen ihre Erklärungen auf dem National-Eongrcsse zu Karlovic; und die am gleichen Tage bei Blascndorf abgc-haltcuc Volksversammlung der Romanen Siebenbürgens gab durch eindreimaliges donnerndes8s trsaslls Iwpsratu" (Es lebe der Kaiser)sowie durch den feierlichen Eid:dem österreichischen Kaiser, Großfürstenvon Siebenbürgen Ferdinand I. und dem crlauchtigstcn Erzhause Österreichewig treu, den Freunden Sr. Majestät und des Vaterlandes Freund,den Feinden derselben Feind zu sein", die gleiche Gesinnung kund. Ähnlichlautete die einstimmige Erklärung der Abgeordneten des I. Romancn-Gr.

I. R. zu Orlat,nur unter der unmittelbaren Regierung des Kaisersstehen zu wollen" (10/11 September), und noch entschiedener jene des

II. zu Naßod, die sich, obgleich im eigenen Lande bedroht, freiwilliganboten, nebst den bereits ausgerüsteten ersten und zweiten Bataillonsein drittes, ja ein viertes und fünftes in's Feld stellen und außer derGränzczur Verteidigung der Integrität der Monarchie" verwendenlassen zu wollen ^"). Wie sehr man in den Jahren zuvor die Walachenund noch mehr die Slavcn wegen versteckter Hinneigung zu einer aus-wärtigen Macht verdächtiget und beargwöhnt hatte, nichts in den Mo-naten der ärgsten Wirren kam hervor, was die Beschuldigung rechtfer-tigen konnte: ans den Beherrscher Österreichs setzten sie ihre Hoffnungen,nicht auf den moskovitischcn Zar.Der Grundsatz der GesammthcitÖsterreichs", darauf konnten mit vollem Grunde ihre Organe Hinweisen,ausgesprochen in unfern Zeitungen, in unserem Natioual-Ausschussc,im Slaven-Cougrcssc, blieb von Anfang der gegenwärtigen Wirren un-verändert. Die Slavcn Österreichs wollen nicht in der russischen Gewalt-herrschaft anfgehcn. Sic wollen freie Österreicher sein, und deshalblieben sie dieses Österreich und hängen an ihm mit ganzer Kraft der