Stimmen der deutsch-österreichischen Journalistik.
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Wunden schlügen und sich nebstbei lächerlich machten; „jedesmal wenndie Giskra ihre Phrasen aussprndcln, büßt die deutsche Sache Öster-reichs tausend Anhänger enr, und cs gibt nichts absurderes als einSchwert ziehen wollen das erst geschmiedet werden soll". Man ver-schonte die Gcsammthcit des Frankfurter Parlaments nicht; „die poli-tische Unreife hat die Integrität Österreichs bedroht!" Man machte csihr zum schweren Vorwurf, daß sie, um so folgenschwere Beschlüsse fürÖsterreich zu fassen, wie absichtlich einen Zeitpunkt gewählt habe wodas österreichische Staatsschiff ohne Steuer ans offener See hcrnmtricb.„Im gewöhnlichen Laufe der Dinge pflegen nur Fcindlichgcsinntc dieBedrängnißstundc eines Dritten zu benützen, um ihm, wenigstens nachihrer Meinung, den Todesstoß zu versetzen; unsere fürgcblichcn gutenFreunde zu Frankfurt machten aber zu Gunsten Österreichs eine Aus-nahme von dieser Regel: sic schleuderten ihre auf Vernichtung unsererpolitischen Existenz abziclcndcn Donnerkeile in eben der Stunde ab, wosic wußten daß die alten und neuesten Feinde Deutschlands, daß Fran-zosen, Polen, Italiener und ungarische Kossuthe sich mit den AnarchistenWiens verbinden, um Österreich den Garaus zu geben!" Man bat diegelehrten Herren am Main, „die sich cinbildcn daß wenige Worte oderein in blumenreicher Sprache abgcfaßtcs Dccrct die Bande eines Staateszerreißen, die Gesetze der Gewohnheit, des Handels und Verkehrs anf-heben und alles was durch Überlieferungen Werth und thcucr gewordenzerstören können", die Frage zu beantworten ob denn „den bisher mitÖsterreichs deutschem Bundesgebiete zu einem Ganzen verbundenen Gali-zianern, Istriancrn, Dalmatinern, den zn Österreich haltenden Sieben-bürgen:, Kroaten u. s. w. kein Recht znstchcn solle, über die Auflösungoder Fortdauer der österreichischen Real-Union eine Stimme abzngcbcn?"Man forderte endlich diese „Böhmen Mährer und Schlesier, Illyrierund Küstenländer, Dalmatcn Kroaten Slavonier und Granzer, Sieben-bürger und Galiziancr" ausdrücklich ans, ihre unumwundene Meinungzn sagen; „ihr seid Alle bei dieser Frage bcthciligt, sprecht euch Alleans!" '«')
Es bedurfte, was die nicht-deutschen Kreise des österreichischenBundesgebietes betraf, nicht erst einer solchen Aufforderung; hatten dochdieselben seit Monaten und bei wiederholten Anlässen ihre Willens-Meinung in dieser Richtung unverhohlen knndgcthan. Gleich auf die