Redner gegen die ZA. 2 nnd 3.
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reichischen Völker thun; eine Versammlung, die nicht ganz Österreichrcpräscntirt, kann das nimmermehr entscheiden". Aber auch gegen dieübrigen europäischen Staaten, bemerkte Fritsch, habe man in dieser Be-ziehuug Verpflichtungen; „Europa hat durch zahlreiche Verträge dieExistenz der gesummten Monarchie verbürgt und sichcrgestcllt; cs hatdie pragmatische Sanction in den Verträgen von 18k5 anerkannt; cskann nicht zugebcn, daß diese Monarchie auseinander gerissen werde".Das größte Hindcrniß aber würde die Ausführung eines solchen Be-schlusses an dem Widerstreben der österreichischen Völker selbst finden.„Ist es denkbar", warnte Clemens von Bonn, „daß in einem Augen-blicke, wo ein verfassunggebender Reichstag für Österreich versammeltist, ein von Frankfurt ans ergangenes Anflösnngs-Dccret dieses einzigengesetzmäßigen Organs des österreichischen Volkes Gehör und Gehorsamfinden werde?" Arncth, der erst vor wenigen Wochen in seiner Heimatgewesen, gab den Versammelten die Versicherung, „daß die große Mehr-heit des deutsch-österreichischen Volkes seine Zustimmung zur ZerreißungÖsterreichs nicht geben wolle", und Beda Weber erklärte mit Nachdruck:„In einem solchen Kampfe, wo das österreichische Volk zu beweisen hat, daßder Ausspruch: ^Österreich muß aufhörcn zu bestehen, weil cs nicht mehrbestehen kannh eine Lüge sei; in einem solchen Kampfe wird daö öster-reichische Volk, die österreichische Monarchie mit aller Kraft anfstehcnnnd sich dagegen verwahren." „Österreich wird anfstehcn wie ein Mann,wenn cs gelten wird, seinen Bestand, seine Einheit nnd Freiheit zubewahren; Österreich das Jahrhunderte gedauert wird nimmermehr dulden,daß cs mitten im Frieden zerrissen werde und nntcrgchc, nntergehe nochdazu durch Freunde, nntergehe durch eine Versammlung zu der cs selbstseine Vertreter geschickt hat" (Bcidtel). Die Verfechter der österreichischenSache unterließen nicht, auf die Gefahren hinznwcisen welche die ZK. 2 und3 in ihrem Gefolge haben müßten. „Wenn Staaten mit einander nichtsanderes gemein haben können als die Personal-Union", sagte Heinrich vonGagern, „dann haben sie besser nichts mehr gemein, und jeder gehtseinen eigenen Weg." Wenn man ans Schweden und Norwegen Hin-weise, bemerkte Würth, so stehen diese „fern von den europäischen Ver-hältnissen, ganz hinansgernckt ans jenen Verwicklungen die Schwierig-keiten herbeiführen könnten", während cS sich in Österreich „um großeschwerwiegende und eben durch ihre Wucht nach der einen oder andernSeite hin bedeutende Völkcrmasscn handctt". Die Personal-Union für