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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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U. 5, DoI<-»äA Liiötriu.

1526 nie besessen hatte. Szalay wurde nicht müde, in der ihm vonPest vorgezcichnetcn Richtung unausgesetzt zu drängen; er entwickelteund befürwortete seine beiden großen Angelegenheiten in einer Reihevon Noten, nahm zur Betreibung derselben wiederholte Audienzen beiden Ministern der deutschen Ccntral-Gcwalt, bei dem Präsidenten derNational-Versammlung, beim Erzhcrzog-Rcichsvcrwcser, ohne vom Fleckezu kommen, als ihm Mitte September der Reichs-Minister des ÄußernHcckschcr die Eröffnung machte, daß der Palatinus seiner Würde ent-kleidet worden, womit auch die ihm (Szalay) von jenem crthciltc Voll-macht als erloschen zu betrachten sei. Szalay bemühte sich zwar in einerlänger» Zuschrift dem Reichs-Minister anscinanderzusctzen, daß jenesangeblich" königliche Rescript, das den Erzhcrzog-Palatinns von seinerStatthalterschaft enthoben haben solle, in Wahrheit gar nicht cxistirc,indem es keine Gegenzeichnung eines Ministers aufweisc; daß KönigFerdinand V. angesichts des Gesetzes v. 11. April 1848 ein solchesRescript gar nicht habe erlassen können; daß folglich von einem Er-löschen seiner Eigenschaft als Bevollmächtigten der kön. nng. Regierungkeine Rede sei oc. Allein Schmerling, der Nachfolger Hcckschcr's, wolltesich von dem Gewichte dieser Argumente nicht überzeugen lassen, sondernberief sich einfach ans das a. h. Handschreiben v. 7. September, lautdessen Sc. Majestät dieSendung Szalay's für null und nichtig" er-klärte,da nach dem klaren Sinne des Gesetzes des letzten Reichstagesdem Königreiche Ungarn dem Auslände gegenüber keine andere diploma-tische Vertretung znstehc, als diejenige der österreichischen Gcsamint-Monarchie." Nach dieser kategorischen Erklärung blieb Szalay nichtsübrig, als sein Bedauern anszudrückendaß um formeller Gründe

Wille» das Bündniß zwischen Ungarn und Deutschland weiter hinaus-

gcrückt werde", und sich die Einholung weiterer Instructionenseiner"Regierung vorznbchalten, dieim Vollgefühl der Rechtlichkeit ihres Ver-fahrens selbem geeigneten Ortes Anerkennung erwirken" werde '^).

So war, für den Augenblick mindestens, die formelle Allianz zwischenFrankfurt und Pest gelöst. Aber ließ sich dasselbe von dem thatsächlichenBündniß der deutschen Revolution mit der ungarischen sagen? Standnicht die letztere gerade in der Zeit, da Szalay in Frankfurt seine Pässenahm, im Begriffe, ihre bisherige Maske abznwcrfcn und mit den

Waffen in der Hand derdeutschen" Revolution in Wien zu Hilfe zu

eilen? Und wenn die maßgebenden Staatsmänner in Frankfurt, thcils