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II. 5. Oeleml» ä.ustrin.
jener Zeit, nach Frankfurt zurückkam Die Italiener vergalten Frank-furt diese Gesinnungen mit dem glühendsten Deutschenhaß; in ihren mi-litärischen und parlamentarischen Kämpfen kannten sie fast keine Öster-reicher, sondern neben den „Croati" nur „Tedeschi", und es war kaumzu entscheiden, wen von diesen beiden sic in ihrer Todfeindschaft höherstellten.
Auch der Polonismns stand in der ersten Zeit mit dem Frank-fnrtismus in gereiztem Zwiespalt. Letzterer nahm für sein ncudeutschesReich die schönere Hälfte des Großhcrzogthums Posen in Beschlag;erstcrcr wollte nicht nur dieses, sondern nach dem Stande von 1772noch andere Gebietstheile der ehemaligen königlichen Republik von Preußenwieder heraushaben, worüber es im März und April zu jenen erbittertenKämpfen an der Warte und Netze kam, deren an den betreffenden Stellenunserer Geschichtserzählnng gedacht wurde. Seither aber war diese Fragein den Hintergrund getreten; ein deutscher Mann hatte in einem offenenSendschreiben an eines der gefeiertsten Mitglieder der deutschen National-Versammlung „Gerechtigkeit für Polen" verlangt ^°); und im October-Rcichstage war das Bündniß der Mehrzahl der galizischcn Abgeordnetenmit der Wiener, und den Sendboten der Frankfurter, Linken inniger alsje. Bon slavischer Seite wurde es den Polen bitter vorgeworfen, daßsie sich, um vorübergehenden Vorthcils willen der ihnen zuletzt dochentgehen mußte, Solchen in die Arme warfen, die es Hand in Handmit den Ungarn auf die vollständige Unterdrückung des Slavcnthumsabgesehen '").
Denn noch viel früher als mit dem Frankfurtismus hatte sich diepolnische Gelegenheits-Politik mit dem Magyarismus verstanden. Schonnach den dreißiger Jahren war cs die gemeinsame Furcht vor Rußland,aber auch der gemeinsame Antagonismus gegen das Wiener Regiment, wasUngarn und Polen einander näherte; schon damals erblickten die Vorkämpferder magyarischen Idee in ihrem nördlichen Nachbarlande eine „nothwendigeSchutzwehr gegen gewisse Eingriffe eines drohenden Ehrgeizes" und erklärtenoffen: „Weil Polen Polen ist, besitzt es unsere aufrichtigsten Wünsche"
Die Ereignisse des Jahres 1848 gaben vollends der Politik beider Länder,dem gemeinsamen Hemmniß Österreich gegenüber, eine und dieselbe Rich-tung. Aus Schonung für Ungarn hielten die Polen, die den angränzen-den Theil von Österreichisch-Schlesien znrückvcrlangten, mit ihren Ansprü-chen auf die Zips, den ersten Landstrich der 1770 ihrer Republik ent-