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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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II. 4. Völkerkrieg in Ungarn und Siebenbürgen-

cieren waren viele Magyaren oder Sachsen, und darum den Romanenentweder verhaßt oder verdächtig. Mehrere traten aus, um für die ma-gyarische Sache um so eifriger zu wirken; sic beredeten ihre Leute sichfür die Union zu erklären, zu versprechen daß sic gegen die Ungarnnicht fechten wollten, den Szckler-Hansen mit weißen Fahnen entgegen-zuziehen rc. Allein die Mannschaft hielt fast überall wacker ans. Wiebei den Gränzcrn der serbischen und kroatischen Bezirke, war es auchhier der gemeine Soldat, dessen schlichter Sinn das rechte traf und daranfesthiclt. Als das erste Bataillon des Naszoder Regimentes den Befehlerhielt nach Szegedin abzumarschiren, von wo man es wider die Serbenzu gebrauchen beabsichtigte, weigerten sich die Gränzcr entschieden, sichdem ungarischen Commando zu fügen, und blieben im Lande. Von allenHähern Officiercn der beiden Walachen - Regimenter war cs allein derObcrstlieutenant Urban, der von allem Anfang entschieden auf der Ge-genseite der Pestcr Regierung stand. Lang vermochte er nur mittelbarzu wirken, indem er den verderblichen Einflüsterungen magyarischer Send-boten entgegen arbeitete, seine Gränzcr zum Ausharrcn an der Sacheihres Kaisers aneifcrtc. Erst als nach dem Abgänge seines Oberstendas einstweilige Rcgiments-Commando in seine Hände kam, konnte ersich frei bewegen, und von diesem Zeitpunkte, wie bei den Serben voinAuftreten des Obersten Mayerhofcr, bekamen die Dinge im NordenSiebenbürgens eine andere Wendung. Unter Urban's Führung war cs,daß Abgeordnete der Gemeinden, eingeborne und im Regimcntsbczirkcdienende oder als Pensionisten seßhafte Beamten und Officicre, zu Naszodjenes entschiedene Protokoll Unterzeichneten September), worin sicsich vom ungarischen Ministerium lossagtcn, die Union Siebenbürgensmit Ungarn verwarfen und mit Gut und Blut für die Einheit der Mon-archie cinznstehcn sich verbanden ^). Urban unternahm Rundreisen durchdie romanischen Bezirke, rief die Ortsbewohner zusammen, ließ sic demKaiser Ferdinand I. Treue, seinen Generälen Gehorsam und Bereit-willigkeit schwören und thcilte ihnen dagegen s. g. Schntzbriefc (pasura)aus, die, mit dem Doppeladler versehen, ihren Besitzern als gemeinsamesErkennungszeichen und zugleich als eine Art Legitimation dienten.

Was den stebcnbürgischcn Volkskampf von dem serbischen unterschied,war, daß jener gewissermaßen ein doppelseitiger war. Denn währendden wenig disciplinirtcn Hansen der Serben und Serbiancr von allemAnfang die regulären Truppen des Pestcr Ministeriums gcgenübcrstanden,