Oberst Maycrhofer und General Suplikac.
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Mit dem Eintreten Mahcrhofer's in die Action begannen sich ansdem serbischen Kriegsschauplätze die Verhältnisse zwischen Freund und Feindzu klären. Schon in der ersten Hälfte Augnst hatte Blomberg in derNähe von Wcißkirchcn eine Zusammenkunft mit Maycrhofer, der auchAlbert Nngcnt und Obcrlieutcnant Peter Bobalic, Commandant des La-gers bei Vracevgaj, beiwohnte; am 29. desselben Monats, nach demverunglückten Angriffe der Serben auf Wcißkirchcn, rückte der Oberst miteinem Flügel Schwarzcnbcrg-Uhlancn nach Temcsvär ab, stellte sich unterdie Befehle Rukavina's und erließ an alle Abthcilungen seines Regimentsdas Gebot, ihre Sache von der der Ungarn zu trennen. Fast ein Monatspäter, 24. September, traf General Suplikac als der von den Serbenerwählte und nun auch vom Kaiser bestätigte „Woiwode" aus Italienein und vollendete das Werk, das Maycrhofer begonnen hatte. Erst vondiesem Zeitpunkte gab cs ein geordnetes regelmäßiges, von der WienerRegierung förmlich anerkanntes k. k. östcrr. serbisches Corps, von welchemgleichwohl die irregulären National-Kämpfcr noch immer einen beträcht-lichen Bestandthcil ausmachtcn^").
Ganz dasselbe, was von der südslavischcn Erhebung in Ungarn undKroatien, galt von der romanischen in Siebenbürgen. Auch sic war einzigans dem Schoße des Volkes hervorgcgangcn, nicht nur nicht begünstigtund gefördert von den Organen der Negierung, vielmehr von derselbenmit Mißtrauen beobachtet und durchaus im Sinne des Pcster Ministe-riums gcmaßrcgclt. Wie überall bei derlei nationalen Bewegungen standdie Geistlichkeit an der Spitze: Niclas Szaucsalh Erzpricstcr, Nie. Er-dcly, Peter Bradu, Joh. Popovics, Ant. Vcstimiann, Georg Neuen,Thomas Kocsis; von den beiden romanischen Landesbischöfcn hielt sichder katholische, Lemcnyi, ein ehrwürdiger Greis, versöhnlich, der orienta-lische, Schaguna, vorsichtig und klug — letzterer ein Mann in der Voll-kraft seiner Jahre, den eine imposante Gestalt, eine wohllautende kräftigeStimme, eine wählerische mit gesuchter Reinlichkeit gehaltene Tracht zueiner die Massen beherrschenden Erscheinung stempelten. Neben den „Popen"und von ihnen geschützt waren es einzelne Flüchtlinge aus der nahenWalachei, die in Verbindung mit der romanischen Studentenschaft dasFeuer schürten. Werfen wir einen Blick auf die Mai-Versammlung beiBlasendorf. In Trupps von 20 bis 30 Köpfen, auch Weiber und Kinderdarunter, von ihren Geistlichen geführt, strömen die „Walachen" ans