Wachsende Erbitterung zwischen Magyaren und Slavcn.
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Magog mit drohender Miene an jenen eisernen Pforten, mit denen derSage nach Alexander der Doppelgehörntc ihren Ausgang verschlossen hat;denn sic haben den Talisman schon in den Händen der die siebenfachenRiegel beim ersten Berühren sprengt, und ist einmal das Siegel gelöst,dann stürzt die Bölkcrflnth Asiens noch einmal wie zur Zeit der erstenWanderung über Europa, die jetzige Civilisation zerstörend" Welchein Glück daher, dieses Wiederaufleben des magyarischen Geistes fürganz Europa! „Wir Magyaren", rief Zay ans, „sind seine Vormauergegen die slavischc Macht, wie wir cö früher gegen die türkische gewesen!"„Die Sache der Magyaren ist die Sache Ungarns, und die SacheUngarns ist die Sache Europas! Möge sich darum Ungarn ,die grüneInsel im Occan des slavischcn Ostens waffncn und znm zweitenmalder Netter des Weltthcilö werden?" Nationale Dichter wie Vörösmartysangen Lieder voll heiliger Kriegsbegeistcrnng, Wcsselcnyi warnte ineiner eigenen Schrift vor St. Petersburg, wohin von Constantinopeldie Türken gewandert seien; die Nation möge sich bewaffnet versammeln,im Kricgswcrk üben, wie sic cs zur Zeit der großen Kriege gcthan!
Doch von der Gegenseite blieb man die Antwort nicht schuldig.Niesen die Magyaren für ihre Sache das Urtheil und Interesse Europasan, so thaten die Andern desgleichen. „Hätte etwa der Magyar alleindaö Recht sich in seinem Stammesgefühlc zu sonnen, Anerkennung undGeltung als Nation zu verlangen? Und wer sind sic denn, diese Letztenunter den Völkern unseres Weltthcilö? Eine Handvoll (saün mala)asiatischer Ankömmlinge gegen die Menge und Wichtigkeit europäischerUrbewohner! Welches ist der Rcchtstitel ihres angeblichen Besitzes? Er.-obcrnng, gewaltsames Eindringen ans ein ursprünglich von Slavcn undNomanen bewohntes Gebiet! Wie können sic wagen, ans solch einenTitel zu pochen ohne ein Zurückcrobcrnngsrccht von der andern Seitezu gewärtigen? Der Magyarc hat vor tausend Jahren das Land ansich gerissen: cs kommt darauf an, wer nach tausend Jahren der stärkeresein wird! Oder ist das anmaßende Beginnen der Magyaren nichtein strafwürdiges Attentat ans die ganze drcibrüdcrlichc romanisch-germa-nisch-slavischc Geschlechtcr-Familie? Und ihr Deutschen, die ihr von ihnenangcrnfen werdet, wollt ihr cs zngcbcn, daß dieß finnische Geschlecht denachten Theil von eurem Brndcrvolke, den Slavcn, an sein frcmd-cnrmPlüsches Wesen reiße? Und was ist denn ihre Sprache, die sie denandern Völkcrstämmcn Ungarns anfzwingcn wollen? Ist sie eine Wclt-
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