Kämpfe der ungarischen und illprischcn Partei in Kroatien.
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Draökoviv um ihre Landcsgcnosscn im andcru Hause auuahmcu uud BaronEötvös den vermittelnden Antrag stellte, eine Frist von sechs Jahren zugönnen, che man ans der unbedingten Einhaltung des Sprachcngcsctzesbestehe. In ähnlichem Sinne äußerte sich Zscdcnyi in der untern Tascl,von der jedoch mit Stimmenmehrheit der Beschluß gefaßt wurde, cs seiden kroatischen Deputaten zu verbieten sich im Landtagssaale einer andernals der ungarischen Sprache zu bedienen. Ein lönigl. Rcscript v. 18.Octobcr verweigerte diesem Beschlüße die Genehmigung, und in Folgedessen erhob sich in der Sitzung v. 18. Dccembcr Ozegovic von neuem,um sich in lateinischer Sprache an den Verhandlungen zu bcthciligcn. Esentstand ein Lärmen und Toben, daß er nicht weiter reden konnte; derPräsident mußte die Sitzung unterbrechen. Als sie wieder eröffnet wurde,beantragte Szcmerc, die kroatischen Dcpntirten nicht gewaltsam am Vor-träge zu hindern, aber ihre Reden als nicht gesprochen anznschcn. Vonda an schwiegen die Kroaten ganz und gar; sie erschienen in den Sitzun-gen, aber sic bcthciligtcn sich nicht an Debatten und Beschlüssen.
Die Stimmung in Kroatien wurde in Folge dieser Vorgänge einestets gereiztere. Die am 0. Dccembcr 1843 zu Agram abgehaltcncEvngrcgativn führte zu. einem förmlichen Straßenkampf zwischen derungarischen und nationalen Partei, welch letztere zwar den kürzeren zog,aber doch so bedrohliche Mittel entfaltete, daß ihre Gegner nur untermilitärischer Bedeckung nach Hanse ziehen konnten. Im Fcllruar darauswurde Zdenczah seiner Würde als Ober-Gespan enthoben, Graf Hallermit der Leitung des Comitatö betraut und Joseph v. NudicS alslönigl. Eommissär mit der Untersuchung der vorgcfallcnen Excesse beauf-tragt. Rndicö erschien in Agram Ende Mai 1844; allein grobe Insultedie er erfuhr, und ein Attentat auf seinen Sohn trieben ihn bald unver-richteter Dinge ans der Stadt. In den letzten Tagen Juli 1845 warabermalige „Restauration". Es handelte sich zunächst um die Wahl desersten Vice-Gcspanö; Benedict Lcntulah war Eandidat der nationalen,Joseph Suviü jener der ungarischen Partei. Letztere hatte dicßmal alleihre Kräfte anfgcbotcn, so daß ihr Sieg kaum zweifelhaft sein konnte.Schon am ersten Wahltage, 28., war die Aufregung eine ungeheure.Die nationale Jugend machte einen Versuch, sich gewaltsam des zurAufnahme der Stimm-Markcii bestimmten Kästchens zu bemächtigen,konnte aber bei der Wachsamkeit der andern Partei ihren Vorsatz nichtansführcn. Am 29. erreichte die leidenschaftliche Spannung den höchsten