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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Gedrückte Stellung der Romanen.

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ausgesctzt, die das Gefühl der Edleren ihrer Nation »m so empfindlicherverletzen, nm so tiefer empören mußte, je eifriger sic die Erinnerungenan die ehemalige Größe und Heldcnkraft des Dakcrthnms, an ihre Ver-mischung mit den Römern, ja ihre Abstammung von den letztem, derenWahrzeichen sie in ihrem Namen, in ihrerfast römischen" Sprache, inihrer Gcsichtsbildung und selbst vielfach in ihrer Nationaltracht ausge-prägt fanden, wachzuerhaltcn bestrebt waren Zur Verweigerung einerverfassungsmäßig gesicherten Stellung, zur Verunglimpfung ihrer Volks-thümlichkcit, zu den vielfachen Erpressungen, Verfolgungen, Gcwaltthä-tigleitcn, denen der größtcntheils hörige Stamm der Romanen ausgesctztwar, kamen nun noch die Gesetze in der Sprachcnfrage, um das Maßder Unbilden voll zu machen.Seit Jahrhunderten", sprachen die Führerder Nation,haben uns die Magyaren unter dem Sclavenjochc gehalten;jetzt aber wollen sic auch unsere Sprache vernichten, nm ans den ver-schiedenen Volksstümmcn eine große und mächtige Nation zu bilden, diesich dann von Österreich lostrenncn und ein selbständiges Reich gründensoll. Wir aber wollen weder unsere Nationalität aufgcben, noch demösterreichischen Kaiserhausc untreu werden" ^).

In keinem Lande der ungarischen Krone waren die Zumuthnngendes MagyariSmus übler angebracht als in Kroatien. Zwar wagte manes der compacten durch anerkannte Verfassungsrcchtc geschützten Bevöl-kerung dieses Königreichs gegenüber nicht, mit dem vollen Maße jenerForderungen anfzntretcn die man den andern Volksstämmcn als Gebotanfcrlcgte; man begnügte sich mit dem Verlangen, daß in der inncrnVerwaltung des Landes das Gesetz von 1806, das den Gebrauch derlateinischen Sprache vorschrieb, aufrcchtcrhältcn, und daß mir im unga-rischen Landtage keine andere als die magyarische angcwcndet werde.Allein von kroatischer Seite wurde crwicdert:Warum soll, was euch

genehm ist, nicht auch für uns gelten? Wenn ihr in euren Geschäftenund Ämtern an die Stelle der todtcn lateinischen eure lebende Mutter-sprache cinführt, so wollen wir unserseits dasselbe thnn. Und wenn ihreuch in eurem Landtage unser Kroatisch nicht gefallen lassen wallt, somögen auch wir uns nicht Eurem Magyarischen fügen, sondern werdeneuch gegenüber beim hergebrachten Latein bleiben". Dabei ersahen sichdie Kroaten sehr richtig des Vorthcils, den ihnen für ihren Widerstanddieselbe Verfassung bot, von deren Boden der Angriff gegen ihre Natio-