Widerwille der Italiener gegen die Fremdherrschaft.
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voll Leidenschaft ans: „Zwischen den Sclavcn nnd den Tyrannen seiHaß der einzige Vertrag!" Gin. Ginsti's Satyren überschütteten dasWalten der Fremden, die Znstände geistlicher und weltlicher Führungmit der Lauge ihres Spottes. Die italienischen Dramen und Romanewählten sich mit Vorliebe solche geschichtliche Stoffe, die ihnen Anlaßboten die Abschüttclnng unerträglicher Gewaltherrschaft zu feiern, die Zeitder lombardischen Liga gegen Barbarossa, des Einfalls und Rückzugs derFranzosen unter Carl VIII. n. dgl. Die Tragödien des viclgefeiertcnGiambaltista Niecolini waren im Grunde nichts als politische Abhand-lungen, wobei die zu Grunde gelegte Fabel nur den Text abgab; sein„Arnold ron BreScia" schilderte in grellen Farben die Mißbräuche derkirchlichen Gewalt, die Sittcnlosigkeit der Priester, die Befreiung Italiensvon der Herrschaft der Päpste und von der Herrschaft der Kaiser. Dieernste Literatur ging in dieser Richtung mit der Belletristik Hand inHand. Geschichtsschreiber wie Botta, Collctta waren ganz von gleichemGeiste erfüllt. Die Schriften Pcpc'S, des Grafen Santarosa über diepicmontcsischc Revolution des Jahres 1821 veranschaulichten die Übel desösterreichischen Übergewichts in Italien, das sich jeder politischen Ver-besserung in den Weg stelle. Im I. 1843 trat Ninc. Giobcrti mitseiner Schrift „IW! prirnato morals cr crivilcr ckczA'li Itaüani" hervor,wo cr das Papstthum an die Spitze eines italienischen Staatcnbnndcsnnd den Beherrscher von Sardinien an die Spitze der italienischenMilitär-Macht stellt; cs ist zu glauben, wenn behauptet wird, auf zweiMänner habe die Schrift Gioberti's besondcrn Eindruck gemacht, aufKarl Albert und auf den Bischof Mastai Fcrctti. Zwei Jahre späterwarnte Massimo d' Azeglio in seinem „Oll nltiini vasi cki IIomaAim."vor allen fernem unbesonnenen Ansständen und vertröstete auf Piemontals die einzige schlagfertige Macht, von der die Befreiung Italiensbinnen kurzem ansgchcn werde. Ccsarc Balbo in seinen „Lpsrannoä' Italia", Gin. Ricciardi in den „Oontoi ti <4 Italia", Gino Capponiin der Schrift: „OcrIIv attuali ooncliriiorck cksllo 8tato romanv" ver-hießen die politische Wiedergeburt Italiens, zeigten die Nothwendigkciteiner allgemeinen Revolution und eines Volkskrieges und vertröstetenans einen großen Kampf zwischen den Hanptstaaten Europa's; diese Ge-legenheit müsse dann Italien benützen, sich von der Herrschaft Österreichszu befreien, dem ein Ersatz in den östlichen Donauländern gebotenwerden könne.